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Gewässerschutz und Pflege

Samstagvormittag in Müll und Unrat

9. Mai 2015

Am 09.05.2015 trafen sich 38 fleißige Helfer unseres Angelvereines, um das Ufer der Bleilochtalsperre von Harra bis Saaldorf von sämtlichem Müll und Unrat zu befreien.

Zum Glück hatte die Bleilochtalsperre einen hohen Wasserstand, denn sonst wäre dies nicht zu bewältigen gewesen. 15 prall gefüllte große Müllsäcke, Röhrenfernseher, Wäschetrommeln, Gartenstühle, Klapptische, Schnapsflaschen, Farbeimer usw. trugen die Helfer vom Ufer bis an die Sammelstelle zusammen, wo unser Angelfreund Klaus mit seinem Hänger alles auflud. Auf der Fahrt nach Bad Lobenstein musste der Hänger mit Spanngurten gesichert werden, da der zusammengetragene Müll doch mehr als erwartet war.

Das Umweltamt vom Landratsamt Saale- Orla- Kreis übernahm die Entsorgungskosten, die von der Firma „Becker Umwelt“ in Rechnung gestellt wurden. Es ist nicht nur verantwortungslos, Glasflaschen und Gläser am Uferstreifen zu hinterlassen, sondern birgt unvorstellbare Gefahren für alle Uferbesucher. Allen, die ihren alten Fernseher zur Talsperre schleppen, die Waschmaschinentrommeln im Gepäck haben und die Farbeimer der letzten Renovierung zum Ufer tragen, sei gesagt, dass solche Dinge ganz einfach und kostenlos auf dem Wertstoffhof abgegeben werden können.

Für den aktiven Einsatz der Mitglieder unseres Angelvereins „ Angelfreunde Saalekaskade e.V.“ bei der Gewässerpflege gebührt unser herzlichster Dank. Als Vorsitzende des Vereines bin ich auf so viele fleißige Helfer richtig stolz, die seit einigen Jahren nicht nur ihr Hobby, das Angeln, an der Saalekaskade ausüben, sondern auch mehrmals im Jahr die Uferstreifen wieder ansehnlicher machen.

Ilona Grüner
1.Vorsitzende Angelfreunde Saalekaskade e.V.

Magenfeste Männer, Frauen und Jugendliche bei einer unschönen aber dringend notwendigen Uferberäumung an der Bleilochtalsperre- Eine gelungene Aktion

4. Mai 2015

Am 04.05.2015 8.30 Uhr trafen sich Mitglieder des Landesanglerverbandes Thüringen e.V. und des Kanusportvereins Rosental, Mitarbeiter der Stadt Bad Lobenstein sowie freiwillige Helfer aus der umliegenden Region. Sogar aus Jena, Gera, Arnsgrün, Mißlareuth, Meuselwitz usw. kamen Freiwillige gefahren, die den Müll rund um die Bleilochtalsperre von Harra bis Heinrichstein mit entsorgen wollten.

Wir haben schon unzählige Uferberäumungen durchgeführt; doch was heute in Säcke gelesen wurde, war beispiellos. Manche „Müllsammler“ verloren nicht nur den Mut, sondern auch den Glauben an die Menschheit.

Restmüll, Flaschen und Behältnisse jeglicher Art kamen Säcke weise in den vom Umweltamt zur Verfügung gestellten Container. Die dringend nötigen Abfallsäcke und Arbeitshandschuhe stellte uns Vattenfall wieder zur Verfügung.

In Zusammenarbeit mit dem Rosentaler Kanusportverein wurde deren Vereinskiosk geöffnet und Claudia Schöps kümmerte sich bestens, schon vor dem Start zur Uferberäumung, um die Helfer mit heißen Kaffee zu verwöhnen. Petrus allerdings wollte uns diesen reichlich verdünnen.

Ob Kanuten oder Angler, alle haben ihr Hobby am bzw. im Wasser und so konnte uns der Regen nicht von der Arbeit abhalten. Herr Thomas Weigelt, Lobensteins Bürgermeister, war sich genau wie der 2. Geschäftsführer des LAVT e.V., Herr Karl-Heinz Bergner, nicht zu schade, selbst bei der Ufersäuberung Hand anzulegen. Mit Gurten und Sicherungsleinen wurden einige Leichtgewichte an der Saaldorfer Brücke abgeseilt, um diese Müllhalde zu säubern. Katrin und Lisa, zwei Angelfreundinnen der Angelfreunde Saalekaskade, mussten zwischenzeitlich den Einsatz unterbrechen, da der Magen angesichts der ekelerregenden Fundstücke zu rebellieren begann. Wir fragen uns, wozu es blaue und gelbe Säcke und eine Hausmüllabfuhr gibt? Muss dann immer noch alles in die Natur geworfen werden? Unser Appell an alle, die sich in unserer Heimat wohl fühlen möchten: Klopft solchen Ferkeln auf die Finger! Der Mitarbeiter vom Stadtbauhof Bad Lobenstein hatte dann noch das „Vergnügen“, den gesamten Müll in den Container zu befördern. Eine mit Beton aufgefüllte Schaufensterpuppe mussten drei kräftige Männer „zur letzten Ruhe“ im Container betten. Außerdem kamen sechs Boote zum Einsatz, denn es gibt Uferbereiche, die von Land aus gar nicht erreicht werden konnten. Auch hier unser Dank an den Bootsverleih Andreas Grafe, Angelfreund René März, Angelfreund Frank Wetzel und den LAVT e.V., welche ihre Boote uneigennützig zur Verfügung stellten. Vergessen dürfen wir natürlich Uwe und Heike Fröhlich nicht, die extra aus Hart Pöllnitz anreisten, um den Bratwurstgrill zu bedienen. Das Gesamtergebnis der Uferberäumung lautet: 60 freiwillige Helfer sammelten 7 m3 Müll. Dafür ein dickes Dankeschön an alle.

Ilona Grüner
Mitarbeiterin im Landesanglerverband Thüringen e.V.

Erfolgreiche Abfischung des Friedens- und Lohteiches

10. bis 14. September 2014

Im Rahmen der Vorbereitung der Landesgartenschau 2017 in Apolda und der in diesem Zusammenhang vorgesehenen Sanierung des Friedens- und Lohteiches erfolgte deren Abfischung und Trockenlegung.

 

Schon im Vorfeld waren von den zuständigen Fachbereichen der Stadtverwaltung Apolda, dem Kreisfischereiverein Apolda e.V. als Fischereipächter und dem Landesanglerverband Thüringen e.V. (LAVT), welcher für die Organisation und Durchführung der Abfischung beider Gewässer verantwortlich war, umfangreiche Vorbereitungen zu treffen.

Die Zusammenarbeit funktionierte zwischen allen Beteiligten von Anbeginn hervorragend. Am 08. September wurde mit der langsamen Absenkung des Friedensteiches durch die Stadtverwaltung Apolda begonnen, am 10. September die notwendige Fischereitechnik, einschließlich Versorgungs- und Techniktrakt, durch den LAVT aufgebaut und gemeinsam mit dem Kreisfischereiverein Apolda e.V., den Fischereibetrieben Fischzucht Hickethier aus Lemnitz und Fischzucht Vogel aus Lehnstedt vom 11. bis 13. September die Hauptabfischung der beiden Teiche durchgeführt.

Täglich waren ca. 30 Angelfreunde vom Kreisfischereiverein Apolda e.V. sowie 20 ehrenamtliche Helfer und hauptamtliche Mitarbeiter des LAVT im Einsatz. Viele Angler konnten es kaum glauben, dass die beiden Teiche einen so guten und artenreichen Fischbestand aufwiesen. Kapitale Karpfen, Schleien, Zander, Hechte, Aale, aber auch Plötzen, Rotfedern, Gründlinge, Barsche und zahlreiche Giebel gingen ins Netz. Sogar Zander von über einem Meter und Karpfen von über 20 Pfund konnten angelandet werden. Insgesamt wurden in beiden Teichen über 3.400 kg Fische gefangen, über 1.200 Muscheln abgelesen und mit modernen Fischtransportfahrzeugen in den Speicher Kromsdorf umgesetzt. Die Giebel, welche aus fischereifachlicher Sicht nicht mit umgesetzt werden sollten, übernahm zur Vermarktung ein Fischereibetrieb. Im gesamten Zeitraum der Abfischung sorgten die Mitarbeiterinnen des LAVT für das leibliche Wohl der vielen fleißigen Helfer. Soweit bei den stark verschlammten Teichen überhaupt möglich, wurden am 14. und 15. September aus den Restwasserlöchern noch weitere Fische und Muscheln geborgen und umgesetzt.

Eine so umfangreiche Abfischung war für alle Beteiligten durchaus eine Herausforderung mit vielen Unbekannten. Immerhin waren beide Teiche schon seit Jahrzehnten nicht mehr komplett abgelassen und abgefischt worden.

Die gesamte Abfischung, welche bis ins Detail durchgeplant war, verlief im Ergebnis reibungslos und ohne Problem. Darum möchte sich die Geschäftsleitung des LAVT nochmals bei der Stadtverwaltung Apolda, FB Stadtplanung/ Bauwesen, der Abteilung kommunaler Service, aber besonders beim Vorstand und den Mitgliedern des Kreisfischereivereins Apolda e.V. und den beiden Fischereibetrieben für die tolle Zusammenarbeit und Unterstützung bedanken.

Ein wenig Stolz erfüllt auch unseren Landesverband, welcher zu den wenigen Anglerverbänden in Deutschland gehört, der seine Vereine mit einer so umfangreichen Fischereitechnik und dem notwendigen Fachpersonal unterstützen kann.

Petri Heil.

André Pleikies
Hauptgeschäftsführer LAVT

Notabfischung der Talsperre Loßnitz

28. Oktober 2013

Keine angenehme Nachricht ereilte Mitte Oktober 2013 den Landesanglerverband Thüringen e.V. (LAVT). Hinter dem Damm der Talsperre Loßnitz trat nahe des Grundablasses Wasser aus und es wurde täglich mehr. Grund war eine seitlich des Dammes verlaufende und wohl schon seit längerer Zeit geborstene Trinkwasserleitung. Eine Bewertung, ob und in welchem Umfang der Damm beschädigt wurde bzw. in wie weit die Standsicherheit der Stauanlage Loßnitz noch gewährleistet ist, macht genauere Untersuchungen dringend notwendig.

Nach mehreren Beratungen vor Ort mit der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie, der Thüringer Fernwasserversorgung als Betreiber der Anlage sowie weiteren Beteiligten stand am 28. Oktober 2013 fest, die Talsperre muss abgelassen werden.

Sicherlich waren wir als Fischereipächter davon wenig begeistert, denn wir haben gemeinsam mit unseren Vereinen in unzähligen Arbeitsstunden die Talsperre Lossnitz als eines der wenigen Angelgewässer im Territorium über Jahre gepflegt und einen attraktiven Fischbestand aufgebaut. Leider wurde dieser auf Grund des Hochwassers im Frühsommer 2013 schon einmal stark geschädigt, in dem unzählige Fische über den Hochwasserüberlauf aus der Talsperre entwichen sind.

Unserem Verband war von Anfang bewusst, dass die Gewährleistung der Standsicherheit bzw. die Gefahrenabwehr das Primat haben.

Gemeinsam mit den zuständigen Behörden, Unternehmen und Eigentümern vor Ort wurde eine möglichst zeitnahe Abfischung vorbereitet und die Talsperre Loßnitz schrittweise abgesenkt. Die Vereine im Thüringer Gewässerverbund des LAVT wurden umgehend über die Situation informiert und das Angeln am Speicher Loßnitz ab sofort untersagt.

Die Geschäftsleitung des LAVT musste nun möglichst schnell, neben einer Vielzahl anderer Aufgaben im Verband, eine reibungslose Abfischung der Talsperre vorbereiten, denn der Termin der Abfischung wurde auf den 07. November festgelegt.

Hier zeigte sich, wie wichtig es war, dass der Verband sich in den vergangenen Jahren umfangreiche Fischereitechnik angeschafft hat und so in der Lage ist, auch kurzfristig solche nicht einfachen Aufgaben realisieren zu können.

Da der Wasserstand stetig sank, haben vom 21.10. bis zum 14.11.2013 Mitglieder und Mitarbeiter des LAVT und weitere fleißige Helfer ein bis zwei Mal täglich Teichmuscheln aus dem Schlamm geborgen und umgesetzt.

Bereits Tage vor der Abfischung wurde der Abfischgraben an der Talsperre Loßnitz gemäht, eine entsprechende Stau- und Abfischvorrichtung mit Schlitzblech eingebaut sowie die benötigte Abfisch- und Transporttechnik vorbereitet. Am 06.11.2013 war der Fischtransporter des LAVT einsatzbereit und die Abfischtechnik (5 große Fischbehälter, 2 Transportwannen für den Kran, 4 Teichwaden, 2 Absperrnetze, 20 Kescher,6 Tragekübel, 2 Boote, 2 Belüftungsaggregate, 2 Notstromaggregate, 3 leistungsfähige Pumpen, zwei Elektroabfischgeräte, Schutzbekleidung, 2 Versorgungszelte, Küchentechnik etc.) aufgeladen und zur Talsperre Loßnitz abtransportiert und dort aufgestellt.

Auf Grund dessen, dass die Talsperre in dieser Zeit kein Wasserzulauf hatte, sind die 3 Behälter des Fischtransporters und die 5 Fischbehälter schon vorher mit Frischwasser gefüllt wurden. Zusätzlich unterstützte uns die Agrargenossenschaft Loßnitz mit der Bereitstellung eines großen Wasserwagens. Damit konnten wir sicherstellen, dass beim Abfischen immer ausreichend frisches Wasser vorrätig war.

Um die hochwertige Fischereitechnik nicht unbewacht zu lassen und das weitere Ablassen kontrolliert vornehmen zu können, wurde zusätzlich ein Nachtdienst mit zwei Personen vom 06.11., 16.00 bis 07.11., 7.00 Uhr organisiert.

Am 07.11.2013 in den frühen Morgenstunden war es dann soweit. Insgesamt 38 fleißige Helfer, Mitglieder aus unseren Vereinen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Mitglieder des Präsidiums des LAVT nahmen an der Abfischung teil.

Da es am Abend geregnet hatte, musste der Wasserstand anfangs nochmals abgesenkt werden, bevor die große Teichwade zum Einsatz kommen konnte.

Um die Fisch später aus dem Netz heben zu können, kam ein großes Kranfahrzeug der Firma Westphal aus Weimar zum Einsatz.

Das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda stellte ein Transportfahrzeug mit Wasserbehälter und 4 Mitarbeiter bereit, welche an diesem Tag vorrangig für das Absammeln und Umsetzen der Muscheln verantwortlich waren.

Den reibungslosen Abtransport der Fische gewährleisteten der Fischtransporter des LAVT und ein Fischtransportfahrzeug der Fischzucht Hickethier. Die Fischzucht Vogel stand mit einem großen Fischtransportfahrzeug auf Abruf bereit.

Der Fischbestand in der Talsperre Loßnitz wurde mehrfach mit der Teichwade ausgedünnt und die Fische in das Naturbad Magdala und den Speicher Kromsdorf umgesetzt. Letztendlich wurde die Talsperre komplett abgelassen und die restlichen Fische hinter dem Damm, im extra dafür vorbereiteteten Abflussgraben entnommen. Insgesamt gingen über 2 Tonnen Fische, vor allem Plötzen, Rotfedern, Karpfen, Hecht, Schleie, Zander und Aal ins Netz.

Ohne das Sommerhochwasser wäre das Ergebnis sicherlich noch besser gewesen, denn wir hatten einiges mehr an Zander, Hecht und Karpfen erwartet.

Natürlich hatte der LAVT für die fleißigen Helfer reichlich Getränke sowie ein leckeres Frühstück und Mittagessen bereitgestellt.

Nach 17 Uhr wurden unter „Flutlicht“ die Versorgungszelte abgebaut und die erste Fischereitechnik verladen.

Am Folgetag wurde die Abfischung bzw. die Nachlese der Fische (vor allem Aale) aus den Restlöchern mit 5 Helfern fortgesetzt und die Fischereitechnik abtransportiert. Natürlich musste die gesamte Fischereitechnik hinterher gesäubert und gewartet werden. Das hat nochmals mehrere Tage in Anspruch genommen.

Das Ablesen und Umsetzen der Muscheln ging noch bis zum 14.11.2013. Sicherlich konnten nicht alle geborgen werden, insbesondere die, welche sich weiter im Gewässer befanden. Die Schlammschicht ist hier teilweise mehrere Meter stark und eine Bergung der Muscheln durchaus gefährlich.

Insgesamt lief die gut vorbereitete Notabfischung ohne Probleme, was auch die Anerkennung der Betreiber der Stauanlage fand.

Im Moment können wir optimistisch sein, dass die Talsperre Loßnitz im Frühjahr wieder angestaut wird. Der Fischbesatz wurde schon jetzt geplant und Karpfen, Schleien, Zander, Hechte und Weißfisch stehen bereits in den Überwinterungsteichen der Fischzucht Hickethier für das Frühjahr bereit. Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert und alles so eintritt wie geplant, kann in der Talsperre Loßnitz wieder ab dem Jahr 2015 geangelt werden.

Petri Heil
André Pleikies, Hauptgeschäftsführer LAVT

Unser neues Gewässer - Der Barschsee

2013

Seit diesem Jahr gibt es im Gewässerverbund ein neues Gewässer. Das ist der Barschsee, nach dem Gewässerverzeichnis die Nr. 47, der dort recht schlicht und einfach beschrieben ist.

Ein solch junger Kiessee wird einige Jahre benötigen, um an bestehende Gewässer anknüpfen zu können. Man kann bereits angeln und es sind auch Fische vorhanden, auch die erste „eigene“ Fischbrut findet man schon. Also fehlt nur noch eins, die Pflege rund herum.

Diese haben im September die Thüringer Angelfreunde im Polizeisportverband Erfurt e.V. übernommen. Auch wir haben uns entwickelt. Von einem Verein mit ca. 50 Mitgliedern, der kaum in Erscheinung trat, zu einem über 200 Sportfreunde starken Verein, der regelmäßig mit seiner Jugendgruppe an den Veranstaltungen des Landesverbandes teilnimmt und auch dort den ein oder anderen Erfolg verbuchen konnte.

Am 29.09.2012 um 14:00 Uhr hatten wir den ersten Arbeitseinsatz am Barschsee. Die Arbeitsgeräte waren schnell in der Geschäftsstelle reserviert und am Vortag abgeholt.

Bei herrlichstem Sonnenschein trafen sich fast 60 Sportfreundinnen und Sportfreunde am Denkmal. Für die Einweisung in die Technik war Sportfreund Kloß von den Brühler Angelfreunden vor Ort und kümmerte sich gut um alles. Da sich Disteln, Kletten und andere Wildkräuter den ganzen Sommer über frei entfalten konnten, war auch mehr als genug Arbeit da. Dem teilweise über meterhohen Bewuchs wurden wir dank der Freischneider vom LAVT schnell Herr und die Uferzone am Westufer bekam ein neues Gesicht. Die Jugendgruppe wappnete sich mit Müllbeuteln, um den Unrat anderer zu beseitigen. Immerhin wurden stattliche 60 kg Müll beseitigt. Natürlich macht so viel Arbeit auch hungrig und durstig.

Bastian und André besorgten Grillgut und Getränke und mein Detlef heizte den Grill an. An dieser Stelle, ein Dank an die Freiwillige Feuerwehr Udestedt, die uns den Bratwurstrost schon oft zur Verfügung stellten.

Gegen 17:30 Uhr war dann schon ein gutes Ergebnis zu sehen. Wir hatten ca. 300 m vom Ufer zum Reihersee wieder begehbar gemacht und die Freifläche vor dem Denkmal bereinigt. Auch am Nordufer wurde bereits begonnen.

Beim 2. Arbeitseinsatz, eine Woche später, starteten wir früh um 8:00 Uhr. An diesem Samstag wurde der restliche Uferbereich zum Reihersee frei geschnitten und am Nordufer kamen wir bis zum Steilbereich. Nun waren auch wieder die ersten wilden Weidenstecklinge und Schilfpflanzen zu erkennen. Bei diesem Einsatz wurden gleichzeitig die ersten organisatorischen Mängel abgestellt, denn auf diesem Gebiet sind wir noch lernfähig.

Es ist ein schönes Gefühl, wenn man sieht, wie der Barschsee ein neues Gesicht bekommt und die Sportfreundinnen und Sportfreunde etwas geleistet haben. Beim 2. Einsatz waren fast 30 m³ Grünabfälle angefallen, die bei den Stadtwerken Erfurt entsorgt wurden.

Noch weitere zwei Arbeitseinsätze folgten, und der letzte sogar im ersten Schneegestöber dieses Jahres. Aber auch hier waren fleißige Sportfreunde für „unser Gewässer“ im Einsatz.

So erhält der Barschsee nach und nach vom ersten Arbeitseinsatz bei stahlendem Sonnenschein (am 29.September) bis zum letzten Arbeitseinsatz im Schnee (am 27. Oktober) ein neues Gesicht. Geschehen nicht nur durch die Jahreszeiten, nein, auch durch die Hände vieler fleißiger Anglerinnen und Angler.

Deshalb möchte ich mich bei allen beteiligten Mitgliedern für diese Unterstützung noch einmal ausdrücklich bedanken, natürlich auch beim Vorstand, den Mitarbeitern des LAVT und Achim Kloß. Übrigens: Bei den vier Einsätzen wurden durch die 112 Mitglieder 336 Stunden für die Gewässerpflege erbracht. Das ist der Beitrag zum Naturschutz, den wir Angler leisten, den aber nur wenige Menschen richtig würdigen.

Wir werden auch in den kommenden Jahren am Barschsee fleißig sein und Ihn zu einer Idylle für Angler und andere Naturliebhaber machen und damit zeigen, dass Angeln auch etwas mit AKTIVEM Naturschutz zu tun hat.

Bernd Hartung
Vorsitzender Thüringer Angelfreunde

Gewässersanierung „Wasserspeicher Gänserieth“

10. Dezember 2012

Im Sommer 2011 wurde in der Mitgliederversammlung der Gramme-Unstrut-Sportfischer Werningshausen e. V. beschlossen, das Verbundgewässer „Wasserspeicher Gänserieth“ zu sanieren.

Das Gewässer „Wasserspeicher Gänserieth“ ist ein idyllischer Dorfweiher von ca. 0,15 ha, welcher Anfang der siebziger Jahre künstlich angelegt wurde. Der Zulauf erfolgt über ein altes Stahlrohr aus der Schmalen Gera. Über einen Überlauf wird das durchströmende Wasser in den Umfluter der Gramme abgeleitet. Da der Zulauf stark beschädigt und das gesamte Gewässer verschlammt war, musste unbedingt gehandelt werden, um ein Umkippen des „Wasserspeicher Gänserieth“ zu vermeiden.

Als im Oktober die Anträge auf Fördergelder vom Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (Gewährung einer Zuwendung aus Mitteln der Fischereiabgabe) beim Verein vorlagen, wurden die notwendigen Sanierungsarbeiten konkreter. So musste die Planung und Vorbereitung der Gewässersanierung vorangetrieben werden. Grundlage für die Beantragung der Fördergelder war eine detaillierte Kostenkalkulation. Bei der Kostenplanung musste das Vereinsvermögen berücksichtigt werden, da nur 50 % vom Ministerium gefördert werden. Eine weitere Hürde bei der Planung war die Einholung aller notwendigen Genehmigungen und Zustimmungen bei den zuständigen Behörden und dem Gemeinderat.

Am 10.12.2012 erfolgte das Abfischen des Gewässers. Die Fische wurden in das angrenzende Verbundgewässer Umfluter der Gramme, welches mit dem Wasserspeicher Gänserieth über Zu- und Ablauf verbunden ist, umgesetzt. Als Überraschung fanden wir auch ca. 200 Teichmuscheln im Gewässer. Diese wurden während der Sanierungsmaßnahmen in ein anderes Gewässer umgesiedelt und nach Beendigung der Tiefbauarbeiten wieder zurückgesetzt. Bei dieser Gelegenheit wurde der Geschäftsführer des LAVT, André Pleikies, eingeladen, um ihn die geplanten Sanierungsmaßnahmen am Gewässer zu erläutern und die notwendigen Schritte mit ihm abzustimmen. An dieser Stelle möchten wir uns für die vielfältige Unterstützung durch unseren Landesverband und seine Geschäftsleitung recht herzlich bedanken. Ohne diese wäre die Realisierung dieses umfangreichen Projektes für unseren Verein nur schwer möglich gewesen.

Nach der Bewilligung der Fördermittel wurden die Baufirmen angeschrieben und Termine festgelegt. Leider spielte das Wetter bei der Planung nicht mit, und so mussten die geplanten Termine für den Februar, aufgrund der kalten Witterung, auf den März verschoben werden. Der Kälteeinbruch hatte aber auch etwas Gutes, so konnte im Rahmen mehrerer Arbeitseinsätze der Baumbestand verschnitten werden. Mit dem Baumschnitt wurden dann Faschinen gebunden. Diese Faschinen wurden auf einer Länge von ca. 150 m zur Uferbefestigung von den Vereinsmitgliedern eingebaut. Die stark erodierte Insel wurde ebenfalls mit Faschinen gesichert.

Am 03.03.2012 erfolgte die Erneuerung des maroden Gewässerzulaufes durch Bohrspülen in geschlossener Bauweise. Dabei wurde durch die Firma Horizontal Bohrtechnik Schütze ein HD-PE-Rohr DN 160 eingezogen. Die notwendigen Tiefbauarbeiten hat die Firma Elektro- Zimmer geleistet. Als Abschluss der Zulaufsanierung erfolgte noch der Einbau eines neuen Revisionsschachtes.

Nach Beendigung der Vorleistungen kam am 24.03.2012 der Bagger der Firma Wagner Straßen- und Tiefbau GmbH. Zur großen Überraschung aller wurde durch die Schaulustigen eine Atmosphäre mit Dorffestcharakter geschaffen. So waren Jung und Alt, Angler und nicht Angler auf den Beinen. Während der Baggerarbeiten wurde die Gewässerprofilierung mit Flach- und Tiefwasserzone neu gestaltet. Im Flachwasserbereich wurden ca. 20 cm bis 30 cm Schlamm abgetragen in der Tiefwasserzone 2,0 m bis 2,5 m. Das entspricht mehr als 1.000 m2 Schlamm. Anhand dieser Zahlen kann man die Notwendigkeit der Gewässersanierung sehen. Nach Beendigung der Baggerarbeiten haben die Fein-Arbeiten der Gewässergestaltung begonnen. So wurden auf der Insel Sumpfschwertlilien und eine Trauerweide gepflanzt. Im Bereich des Ufers wurden mit Schaufel und Spaten noch die Angleichungsarbeiten durchgeführt und Rasen gesät.

Ein großes Lob muss den Vereinsmitgliedern für Ihre tatkräftige Unterstützung ausgesprochen werden. So wurden durch 47 Vereinsmitglieder 492 Arbeitsstunden geleistet.

Im Laufe des Jahres wurde durch den LAVT begonnen, das Gewässer mit Fischen zu besetzen. Die Besatzmaßnahmen werden im Herbst 2012 fortgeführt.

Geplant ist der langsame und langfristige Aufbau des Gewässers als ein attraktives, naturnahes Angelgewässer.

Wir danken dem LAVT und dem Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz für die uns gegebene Unterstützung, den Firmen Horizontal Bohrtechnik Schütze, Elektro- Zimmer und Wagner Straßen- und Tiefbau GmbH für die fachliche Ausführung der notwendigen Arbeiten.

Wir wünschen allen Petri-Jüngern ein erfolgreiches Angeln am „Wasserspeicher Gänserieth“.

Petri Heil
Torsten Bostelmann, 1. Vorsitzender
Fotos: T. Bostelmann, A Pleikies

Erhalt und Pflege der Gewässer - ein zentrales Anliegen des Landesanglerverbandes Thüringen e.V. (LAVT)

2012

Die achtlose, zum Teil gezielt betriebene billige Entsorgung von Müll an und in unseren Thüringer Gewässern ist ein bekanntes und leider zunehmendes Problem. Allein an den Gewässern des Thüringer Gewässerverbundes des LAVT werden jährlich ehrenamtlich von den Mitgliedern der Pflegevereine und den Mitarbeitern des LAVT mehrere Tonnen Müll beseitigt und auf Kosten der Angler entsorgt. Dabei müssen wir leider immer wieder feststellen, dass sich an der Mehrzahl der Gewässer allein die Angelfischer für deren Sauberhaltung verantwortlich fühlen. Wir vermissen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, regelmäßig bei der Gewässerpflege all die anderen Gewässernutzer.

Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Anglervereine und Ihre Mitglieder oft als einzige Personengruppe für die Ausübung Ihres Hobbys an und auf den Gewässern zahlen müssen. Allein die stetig steigenden Kosten für die Gewässerpachten und behördlichen Gebühren sind nicht unerheblich. Dennoch investieren die Angler in Thüringen zusätzlich jedes Jahr mehrere Millionen Euro in den Gewässer- und Fischartenschutz. Neben der Entsorgung des Mülls spielt die Pflege und die Erhaltung unserer Thüringer Gewässer durch die Angelfischerei eine immer größere Rolle. Gewässerpflege kostet sehr viel Geld und benötigt Personal. Beides ist bei den Gewässern I. Ordnung (verantw. Freistaat Thüringen) und den Gewässern II. Ordnung (verantw. Kommunen) nur begrenzt vorhanden.

In vielen Bereichen, zum Beispiel an Stauanalgen wie Talsperren und Speichern, fehlen mittlerweile die Schäfer mit ihren Herden, welche in der Vergangenheit die Landschafts- bzw. Dammpflege übernahmen. Besonders künstlich angelegte Gewässer wie Teiche, Kiesgruben, landwirtschaftliche Speicher etc. benötigen in unserer Kulturlandschaft ein Mindestmaß an Pflege-, Erhaltungs- und Standsicherungsmaßnahmen. Nur so können sie auch als wertvolle Biotope mit einer artenreichen Flora und Fauna langfristig erhalten werden.

Unser Verband engagiert sich schon seit Jahrzehnten für den Erhalt unserer Thüringer Gewässer als Erholungsraum für die Allgemeinheit und als Lebensraum für eine artenreiche Flora und Fauna. Dabei ist uns stets an einem konstruktiven, sachlichen Miteinander aller Beteiligten gelegen. In diesem Zusammenhang würden wir uns einen offeneren Dialog und mehr Unterstützung, insbesondere von einigen Naturschutzbehörden, sowie modernere Konzepte bei der Erhaltung von Gewässern als wichtigen Natur- und Lebensraum wünschen.

Um die zunehmenden Gewässererhaltungsund pflegearbeiten weiterhin absichern bzw. noch effektiver gestalten zu können, wurde in den vergangenen Jahren im Thüringer Gewässerverbund weitere moderne Technik wie verschiedene Großmäher, ein leistungsfähiger Häcksler (Hacker), mehrere Motorsägen, Motorsensen, Freischneider Astsägen etc. angeschafft.

Damit sich die Angler das für die Bedienung und Wartung notwendige Wissen aneignen können sowie um allen arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben gerecht zu werden, bot der Thüringer Gewässerverbund des LAVT für die Mitglieder seiner Pflegevereine im I./II. Quartal 2012 mehrere entsprechende theoretische und praktische Lehrgänge an. Die erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang wurde durch die Firma Herkules durch Ausstellung einer Urkunde/Zertifikat jedem Teilnehmer bestätigt. Interessenten wurde außerdem der Erwerb eines Kettensägeführerscheines ermöglicht.

Je nach Bedarf werden zukünftig weitere Lehrgänge angeboten. Um die Gewässerpflegeeinsätze bzw. die Bereitstellung der dafür notwendigen Technik durch die Geschäftsleitung des LAVT optimal koordinieren zu können, ist durch die Vereine die rechtzeitige Einreichung der im Jahr geplanten Arbeitspläne notwendig.

Auf Grund zunehmender Aufgaben bei der Erhaltung und Pflege der Gewässer sowie durch das Pachten weiterer Gewässer macht sich zukünftig eine Überarbeitung bzw. der Abschluss neuer Gewässerpflegevereinbarungen notwendig. Dazu wird sich in den kommenden Monaten mit den jeweiligen Anglervereinen abgestimmt.

Wir glauben, dass der Landesanglerverband Thüringen e.V. und sein Gewässerverbund, welcher neben der hier vorgestellten Gewässerpflegetechnik außerdem eine umfangreiche Fischereitechnik vorhält, gut gerüstet sind, sich den neuen Aufgaben und Herausforderung verantwortungsvoll zu stellen.

Auch wenn das einiger Kritiker nicht gern wahr haben wollen, die Angelfischerei in Thüringen, so auch die Mitglieder unseres Verbandes, leistet mit ihrer Arbeit aktiven Gewässer- und Naturschutz sowie einen wertvollen Beitrag für den Gemeinnutz.

André Pleikies, Geschäftsführer LAVT

Herbstputz am Speicher Kromsdorf

29. Oktober 2011

Am 29.10.2011 haben wir, der TLAV und die Angelfreunde des „Ersten Weimarer Angelvereins e.V.“, unser Pflegegewässer, den Speicher Kromsdorf, winterfest gemacht. Dabei hat uns unser Landesverband tatkräftig mit den notwendigen Arbeitsgeräten und Personal unterstützt. So konnte der Damm noch einmal komplett gemäht werden.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auch der Überlauf des Speichers wurde soweit es möglich war mit Schaufel und Spaten gereinigt.

Mit den Motorsensen und der Kettensäge wurden einige Angelplätze wieder in einen ordentlichen Zustand versetzt, so dass wir gut über den Winter kommen und im nächsten Jahr unserem Hobby gleich wieder an einem gepflegten Gewässer frönen können.

In der wohlverdienten Pause waren sich alle anwesenden Angelfreunde einig, dass es seit der Klärung des Pachtverhältnisses und den umfangreichen Besatzmaßnahmen durch den TLAV wieder Spaß macht, am Gewässer zu angeln und zu arbeiten. So wurden auch gleich eifrig Pläne geschmiedet, wie es im Frühjahr mit der Pflege weiter gehen soll.

Der Speicher Kromsdorf soll nicht nur für uns Petrijünger ein attraktives Angelgewässer bleiben, sondern wir möchten auch, dass für die Vogelschützer die Interessen ihrer Schützlinge gewahrt bleiben. Letztendlich möchten wir, dass nicht nur wir Angler, sondern auch die zahlreichen Spaziergänger an einem gepflegten Speicher weiterhin Erholung finden.

Wir werden natürlich auch zukünftig über die Entwicklungen an unserem Pflegegewässer informieren und wünschen allen Angelfreunden für den Rest des Jahres noch viele interessante Fänge und erholsame Stunden bei der Ausübung unseres schönen Hobbys, sowie ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das Jahr 2012.

Die Angelfreunde des ersten Weimarer Angelvereins. e.V.

Abfischung des Speichers Töttelstedt

18. und 19. Oktober 2011

Am Speicher Töttelstedt war der Ablass defekt und musste dringend erneuert werden. Die Stadt Erfurt, die das Gewässer unterhält, bat den TLAV um Mithilfe, da beim Ablassen des Speichers Fische zu erwarten waren.

Der leitenden Mitarbeiterin Frau Albrecht, Abteilungsleiterin Gewässerunterhaltung, und den Kollegen von der Wasserwirtschaft kamen wir gern entgegen, verfügt doch der TLAV über moderne Fischereitechnik. Nachdem die nötigen Vorbereitungen gemeinsam mit dem Garten- und Friedhofsamt der Stadtverwaltung Erfurt getroffen und alle notwendigen Genehmigungen eingeholt waren, konnte am 18. und 19. Oktober 2011 abgefischt werden. Erfreulicherweise haben einige Angelfreunde ihre Freizeit zur Verfügung gestellt, um tatkräftig und ehrenamtlich zu helfen. Da die Herbstferien gerade begonnen hatten, konnten auch einige Jungangler bei den Abfischarbeiten mithelfen. Nachdem der Ablass geöffnet war, begann der Wasserspiegel sich langsam zu senken. Zwischenzeitlich wurde mit Hilfe des Arbeitsbootes das Gewässer von treibendem Unrat befreit und der erste Fischzug mit der Teichwade durchgeführt. Der Erfolg war nicht zufriedenstellend, da versunkene Bäume und eine starke Schlammschicht ein Abfischen mit dem Netz stark behinderten. Also Planänderung.

Klaus Hilse und Klaus Freund als leitende Elektrofischer bekamen die meisten Fische dann mit Hilfe modernster Elektrotechnik. Es wurde vom Ufer und vom Boot aus gefischt. Hier möchte ich erwähnen, dass unsere jugendlichen Helfer Maximilian Pfotenhauer und Florian Hladtka aus Erfurt und Marcel Kipsch von den Angelfreunden der Saalekaskade besonders fleißig mitgeholfen haben. Schließlich wollten sie so viel wie möglich Fische fangen. Die gelandeten Fische, es handelte sich in der Hauptsache um Giebel, fanden im Zoo in Gotha einen dankbaren Abnehmer. Nachdem der Wasserstand soweit abgenommen hatte, dass auch mit dem Boot kein vorwärtskommen mehr möglich war, begannen die nächsten Schwierigkeiten.

Der See gab preis, was jahrelang auf dem Gewässergrund lag. Holz, Schutt, Schrott, Unrat, Unmengen leere Flaschen und ein Autodach, das aus der meterdicken Schlammschicht herausragte. Es entpuppte sich als komplettes Autowrack. Das war ganz schön anstrengend, das Boot über den Schlamm bugsieren und die Fische dem PKW keschern. Schließlich macht man das nicht alle Tage. Die herbei gerufene Polizei und Feuerwehr prüften die Situation und bargen und entsorgten fachmännisch das Autowrack. So ein versunkenes Auto birgt immerhin eine große Gefahr für unsere Umwelt. Bei den schwierigen Bedingungen mussten die letzten Fische per Hand von den fleißigen Helfern abgelesen werden. Das waren immerhin mehrere tausend Stück.

Die Abfischung war für jede Angelfreundin bzw. Angelfreund sowie für Frau Albrecht und ihre Mitarbeiter eine echte, auch körperliche Herausforderung. Darum schmeckte das warme Essen, das die Geschäftsleitung des TLAV jeden Tag anliefern ließ, allen besonders lecker.

Dank der Hilfe der Angelfreunde des Thüringer Landesangelfischereiverbandes e.V. (TLAV) kann die Stauanlage nunmehr saniert werden und steht uns hoffentlich bald als ein weiteres, attraktives Angelgewässer zur Verfügung. Die Abfischaktion zeigte zum wiederholten Male die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung Erfurt und dem TLAV und dass auf uns Angler Verlass ist.

Klaus Freund

Gewässerpflege am Klingesee

8. Oktober 2011

Unser Verein hat am 8. Oktober 2011 zum wiederholten Male einen Gewässerpflegeeinsatz am Klingesee in der Nähe von Stotternheim durchgeführt.

Es überrascht einen immer wieder, was manche Zeitgenossen alles so für Müll an den Gewässern entsorgen. Sicherlich gibt es auch unter den Anglern einige, die ihr Mitbringsel nicht wieder mit nach Hause nehmen. Doch der Großteil des Mülls stammt nicht von uns Anglern, so wie die Vielzahl von alten Teppichen, welche wir dieses Mal mit entsorgen durften.

Bei schönem Wetter kommen oft viele Leute, meist in Gruppen ans Gewässer und feiern bis in die Nacht Party und hinterlassen Unmengen von Unrat. Als Verein ist man da oft nur hilflos und die zuständigen Behören und die Polizei tun in der Regel nur wenig gegen diese Umweltsünder.

Wir Angler wollen aber gern an gepflegten, sauberen Gewässern angeln und räumen deshalb regelmäßig den Müll von anderen mit weg. Dies ist verständlicher Weise nicht jedem Mitglied zu vermitteln. Aber wenn wir Angler den Unrat nicht entsorgen, werden wir an den Kiesseen, welche im Sommer oft stark durch Badegäste frequentiert werden, unser Hobby nur noch zwischen Müllbergen ausüben können. Doch das wollen wir ganz sicher nicht.

Wir sind zwar nur ein relativ kleiner Verein, doch werden wir auch zukünftig alles tun, um unser Pflegegewässer sauber zu halten.

Andreas Beck
AV Eisvogel e.V. Erfurt

Gewässerpflege am Speicher Kromsdorf

29./30. Juni und 06. Juli 2011

Gemeinsam mit dem „Ersten Weimarer Anglerverein e.V.“ führte der Thüringer Landesangelfischereiverband e.V. (TLAV) am 29./30. Juni und 06. Juli 2011 am Speicher Kromsdorf einen großen Gewässerpflegeeinsatz durch. Unabhängig davon, wie letztendlich über das Pachtverhältnis am Speicher Kromsdorf entschieden wird, sind für den TLAV und den „Ersten Weimarer Anglerverein e.V.“ die ordentliche Pflege dieses Gewässers wichtig.

 

Nicht ohne Grund wurde die für die Gewässerpflege notwendige Technik im Thüringer Gewässerverbund des TLAV in diesem Jahr nochmals an die zunehmende Anzahl von Gewässern und den damit größeren Arbeitsaufwand angepasst. Besonders stolz sind wir auf den neuen, leistungsstarken Hangmäher und den schon lange geplanten Holzhacker, der Äste mit einer Stärke von über 12 cm problemlos zerkleinert.

Bei schwülen Temperaturen weit über 30 Grad Celsius ging es am Mittwoch früh ans Werk. Es wurden die Dammkrone, der luftseitige Damm bis ca. 10 m ins Vorland sowie der wasserseitige Damm auf der gesamten Länge von ca. 300 m gemäht.

Auch die Hochwasserentlastung wurde von Bewuchs befreit und der Ablaufgraben des Grundablasses beräumt bzw. gemäht.

Letztendlich wurde noch der Müll am Gewässer aufgelesen und das Mähgut ordnungsgemäß entsorgt. Natürlich gab es für die fleißigen Helfer auch leckere Verpflegung und Frau Schmidt kümmerte sich engagiert um erfischende Getränke. Alle Teilnehmer waren am Ende des Tages zwar mächtig durchgeschwitzt, doch sehr zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Arbeit.

Am Donnerstag setzten Angler aus Erfurt und die Mitarbeiter des TLAV die Pflegearbeiten fort. Doch die Situation war eine völlig andere. Vorbei war das schöne Wetter. Es regnete in Strömen und es war deutlich kälter als am Vortag. Dennoch ließen sich die fleißigen Helfer nicht entmutigen und entsorgten weiter das übrige Mähgut und machten die Angelplätze von Bewuchs und Unrat frei.

Dauerregen und kühlen Temperaturen geschlagen geben. Fast alle geplanten Arbeiten wurden letztendlich geschafft. Am 06. Juli 2011 wurde von den Mitgliedern des 1. Weimarer Angelvereins e.V. und den Mitarbeitern des TLAV das restliche Mähgut im Dammbereich entsorgt und die Angelstrecken weiter auf Vordermann gebracht. Der Speicher Kromsdorf befindet sich nunmehr in einem ordentlichen Pflegezustand und kann sich durchaus sehen lassen. Wir Angler reden eben nicht nur, sondern wir tun auch wirklich etwas. Sei es in der Gewässerpflege, der Hege der Fischbestände oder beim Fischbesatz.

Schon im vergangenen Jahr wurden vom TLAV und dem „Ersten Weimarer Anglerverein e.V.“ mehrere Pflegeeinsätze erfolgreich durchgeführt. Der gute Pflegezustand des Gewässers wird auch von der Fischereigenossenschaft Kromsdorf positiv registriert und der TLAV und der „Erste Weimarer Anglerverein e.V. “von ihr als fachlich kompetente, zuverlässige Partner geschätzt.

In der Mitgliederversammlung der Fischereigenossenschaft am 09.06.2010 hatten sich die Mitglieder (Landeigentümer) einstimmig für den Thüringer Landesfischereiverband e.V. (TLAV) als Fischereipächter entschieden.

Der Vorstand der Fischereigenossenschaft Kromsdorf hat bereits mehrfach öffentlich betont, dass er an der Verpachtung des Fischereirechtes für den Speicher Kromsdorf an den TLAV weiterhin festhalten möchte.

André Pleikies, Geschäftsführer TLAV

Angeln ist auch Naturschutz

07. Mai 2011

Am 07. Mai 2011 war es soweit, der 1. Arbeitseinsatz unseres Vereins stand an. Traditionell fand dieser entlang der Unstrut und am Unstrut Altarm in Straußfurt statt. Beide Gewässer stehen in der Pflege des Angelvereins Straußfurt 1949 e.V.

Gerade nach dem Hochwasser des vergangenen Winters hatten sich entlang der Uferstreifen Unmengen an Unrat und Müll angesammelt. Da Angler auch Naturschützer sind und zur Bewirtschaftung der Gewässer auch die Pflege gehört, sind im Veranstaltungsplan unseres Vereins jährlich mindestens drei Arbeitseinsätze verankert, welche regelmäßig an unserem Hausgewässer der Unstrut sowie unserem Jugendgewässer dem Parkteich in Schilfa stattfinden. Als Mitglied des Thüringer Gewässerverbundes stehen uns zwar weit mehr als 50 Gewässer zur Ausübung unseres schönen Hobbys zur Verfügung, jedoch betreuen wir im Rahmen einer Pflegevereinbarung vorrangig die Unstrut und den Teildauerstau in Straußfurt.

Gerade unsere Jugendlichen konnten an diesem Tag lernen, wie wichtig es ist eine intensive Gewässerpflege zu betreiben und die Uferstreifen zu säubern. An dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Dank an die unermüdlichen Helfer und an die Gemeinde Straußfurt für die Unterstützung beim Abtransport des gesammelten Mülls.

Maik Jahn - Angelverein Straußfurt 1949 e.V.

Angler als Müllmänner an der Bleilochtalsperre unterwegs

30. April 2011

Für den 30.04.2011 planten die Angelfreunde Saalekaskade e.V. einen ihrer Arbeitseinsätze, um die Uferstreifen der Bleilochtalsperre vom Einlauf Arlasbach bis nach Saaldorf vom Unrat und liegen gelassenem Müll zu reinigen.

Diese war dringend notwendig geworden, da sich im Bereich von Harra bis zur Saaldorfer Brücke Unmengen von Müll angesammelt hatten. Dabei konnte nur der geringere Teil der vorgefundenen Hinterlassenschaften Anglern zugeordnet werden. Den weitaus größeren Anteil hatten jedoch gewissenlose Mitmenschen illegal in der Landschaft entsorgt, wie beispielsweise 2 große blaue Müllsäcke voll mit abisoliertem Kabelsalat. Auch die Anzahl und Größe der entsorgten Reifen nahmen sichtlich zu. Dieses Mal waren es nicht nur PKW-, sondern auch große Traktorreifen, die wir direkt am Ufer oder im Gewässer fanden.

Um schwer zugängliche Stellen in dem zu beräumenden Gebiet zu erreichen, war wieder der Einsatz von Booten notwendig. Zwei Boote vom Bootsverleih Andreas Grafe aus Harra wurden kostenlos zur Verfügung gestellt. Sogar aus Dortmund waren Mitglieder unseres Vereines vor Ort, um das eigene Boot mit Müll und Unrat zu beladen. So wurden bis zum Mittag eine ansehnliche Menge Müllsäcke gefüllt und der unterschiedlichste Unrat zusammen getragen.

räumaktionen notwendig sein, da einige unserer Mitbürger, darunter leider auch immer wieder sogenannte „Angelfreunde“, das Ufer der Talsperre als Müllhalde missbrauchen. Es wäre wünschenswert, wenn sich künftig noch mehr Mitglieder aus den Anliegervereinen der Saalekaskade an solchen Aktionen beteiligen. Mit einer großen Teilnehmerzahl lassen sich Uferberäumungsaktionen schneller und effizienter erledigen. Saubere Gewässer sind im Interesse der gesamten Anglerschaft und helfen, dass Ansehen der Angelfischerei als Ganzes in der Öffentlichkeit zu verbessern.

Der Verein Angelfreunde Saalekaskade e.V. hat sich vorgenommen, im Rahmen der Bewirtschaftung der Saalekaskade zum Wohle aller Nutzer und zur Förderung des Tourismus weiterhin einen aktiven Beitrag zur Ordnung und Sauberkeit an den Gewässern zu leisten. Es ist dennoch unumgänglich, dass sich Badegäste, Urlauber aber auch unsere Angelfreunde untereinander darauf aufmerksam machen, wenn der eine oder andere nicht in der Lage ist, seinen anfallenden Abfall ordnungsgemäß zu entsorgen. Schnell wird behaupte, das waren die Angler. ABER: „Ein Angler, der Windeln braucht und diese am Ufer entsorgt, ist entweder noch keiner oder er angelt nicht mehr.“

Wir erachten eine konsequentere Ermittlung der Verursacher von Müllablagerungen und eine zeitnahe, empfindliche Strafe gegenüber diesen Personen für dringend erforderlich. Die gesetzlichen Vorschriften dafür sind in ausreichendem Maße vorhanden und sicherlich wäre dies auch im Interesse der großen Mehrheit der Anlieger und der Erholungssuchenden an der Saalekaskade. Hier sind aber nicht in erster Linie die Angler oder die staatliche Fischereiaufsicht in der Pflicht, auch wenn sie sich schon immer für saubere Gewässer engagieren, sondern die dafür zuständigen Ordnungsbehörden.

Ergebnis unseres Arbeitseinsatzes, an dem 24 Angelfreunde unseres Vereines teilnahmen, war die Entsorgung von c. 3,5 Kubik Müll. Sicherlich wären sie an diesem Tag auch gern angeln gegangen, aber sie haben sich dafür entschieden, sich in ihrer Freizeit für saubere Gewässer zu engagieren. Dafür möchte ich mich bei allen Helfern recht herzlich bedanken.

Die Kosten der Müllentsorgung übernahm das LRA des Saale - Orla Kreises, Abteilung Umwelt, wofür wir uns auch bei Herrn Müller recht herzlich bedanken möchten

Ilona Grüner

1. Vorsitzende Angelfreunde Saalekaskade e.V.

„Der grausame Alltag an unseren Gewässern?“

2011

Es war ein ruhiger Morgen, ein Samstag mit milden Temperaturen und leichtem Westwind. Alles perfekt wie wir dachten. Die Fische waren aktiv. Einige kapitale Schleien sprangen in der Dämmerung unweit unseres Futterplatzes als der Wasserkessel mit einem freundlichen Pfeifton die ruhige Atmosphäre unterbrach und zum Kaffee brühen einlud. Der Kaffee am Morgen wurde dann auch noch hektisch zur Seite gestellt, denn wie sollte es anders sein…

Nun war es der Bissanzeiger der Alarm pfiff und einen rasanten Karpfenbiss ankündigte. Aber mal ehrlich, dafür lässt ein jeder gerne den Kaffeepott stehen. Perfekter konnte der Tag gar nicht beginnen und wir waren froh, hier draußen zu sein. Als unauffälliger Gast in der Natur, weit weg von all dem Lärm, dem Stress und der Alltagswelt. Der Karpfen ließ im Drill jedoch nicht viel Spielraum für Träumereien, sein Wille war die offene See und nicht der bereit liegende Kescher. Nach dem der Fisch sein 5. Fluchtmanöver hingelegt hatte, konnten wir ihn zielgerichtet über den Kescher bugsieren.

Auf der Abhakmatte der große Schreck! Was war das. Den erhofften 8er Haken konnten wir kaum entdecken vor lauter Metall und riesigen lanzenartigen Haken, die den schon entzündeten Kopf des Fisches durchbohrten. Aufgeregt und zugleich entsetzt befreiten wir das arme Tier von seinem Alptraum. Doch wer ist bitte schön zu so etwas in der Lage. Wir können bei derartigen Fangmethoden bei weitem nicht mehr von Anglern sprechen. Es sind schlichtweg skrupellose Wilderer, welche sich an unseren Fischbeständen zu schaffen machen.

Es war nicht das erste Opfer, welches auftauchte. Unzählige Fische verendeten bisher in gezielt eingebrachten Stellnetzen, werden Jahr für Jahr gerissen und verletzt.

Ziel dieser Killer ist nur der Profit am Fischfleisch, welches wohl in großen Mengen benötigt wird. Dafür gehen sie förmlich über Leichen. Unauffällig und getarnt müssen sie ihr grausames Werk verrichten, denn nur selten hinterlassen diese Profis Spuren. Es ist einfach nicht hinzunehmen, dass wir immer wieder sich in Stellnetzen verfangene, schwer verletzte Fische befreien müssen bzw. viele der Fische in diesen Netzen qualvoll verenden. Immer öfter fangen wir als „dankbare Hinterlassenschaft“ der Fischdiebe verletzte und masakrierte Fische, deren Leidensweg deutlich länger ist als der Nachhauseweg unserer regionalen Wilderer.

An dieser Stelle meine Bitte im Sinne der Menschlichkeit, des Tier- und Naturschutzes. Schaut bitte nicht weg und seit sensibilisiert auf das Thema und haltet die Augen offen. Ein kurzes Aufblitzen einer Kopflampe am anderen Ufer oder auf dem See kann den Hinweis auf eine Straftat liefern. Diesen Fischwilderern, welche sich ausgiebig an unseren Fischbeständen bedienen, müssen wir Angler gemeinsam das Handwerk legen. Wir sollten immer daran denken, es sind unsere Fische, welche wir nicht nur mit unserem privaten Geld finanzieren, sondern in ehrenamtlicher Arbeit über Jahre hegen. Darum sollten wir nicht wegschauen, sondern diesen Straftaten konsequent begegnen.

Das tatsächliche Ausmaß von diesem Raubbau an unseren Fischbeständen lässt sich momentan nur schwer erahnen. Fest steht jedoch, dass wir das Ausmaß deutlich und genau einschätzen können, wenn es zu spät ist und wir kaum noch Fische fangen.

Tobias Steinbrück

Unterstützung der Stadtverwaltung Erfurt bei der Abfischung des Espachteiches

10. August 2010

Im Rahmen der Sanierung des Espachteiches machte sich seine Abfischung notwendig und unser Verband wurde um fachliche Unterstützung gebeten. In Vorgesprächen mit dem Abteilungsleiter des Garten- und Friedhofamtes, Bereich Planung und Neubau, Herrn Dr. Kirsten, und seinen Mitarbeiterinnen, Frau Liebetrau und Frau Hamann, wurde der voraussichtliche Termin und die Vorgehensweise bei der Entnahme und dem Umsetzen der Fische abgestimmt.


Letztendlich musste die Abfischung danndoch früher als geplant durchgeführt werden.

Trotz Urlaubszeit organisierten wir ein Abfischteam und in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Ämtern der Stadtverwaltung Erfurt konnte unser Verband die Abfischung kurzfristig realisieren.

Wie abgestimmt, waren wir mit der notwendigen Fischerei- und Transporttechnik und acht Personen am 10.08.2010, 8.30 Uhr, für die Abfischung bereit. Der noch zu hohe Wasserstand im Gewässer ließ jedoch anfangs keine Abfischung zu. So musste der Espachteich zuerst auf den notwendigen Wasserstand abgelassen werden. Gleichzeitig reinigten ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung Erfurt und Helfer unseres Verbandes den Ablauf, einschließlich Ablaufrinne, von Schlamm und Treibgut.

Schon beim Ablassen wurde deutlich, dass sich die Abfischung schwierig gestalten wird. Der Teich war stärker verschlammt als erwartet und der Wasserspiegel auf der gesamten Gewässerfläche auf fast gleich hohem Niveau. Der Teich hatte zum Ablauf hin kaum ein Gefälle und weder die erhoffte tiefere Rinne in der Mitte des Teiches noch ein tieferer Bereich in Abflussnähe (auch Fischgrube genannt) waren vorhanden. Im Gegenteil, die leicht „tieferen“ Stellen befanden sich in Nähe des zwischenzeitlich geschlossenen Einlaufes. Die schmale, von Schlamm freigemachte Betonrinne am Auslauf des Gewässers konnte so nur bedingt für die Abfischung genutzt werden.

Auf Grund der vorgefundenen, kurz dargestellten Situation muss festgestellt werden, dass es ohne die gezielte Abfischmaßnahme und Entnahme der Fische zu erheblichen Fischverlusten gekommen wäre.

Nachdem gegen 10.30 Uhr der gewünschte Wasserstand erreicht und die Fischtransportbehälter mit Frischwasser gefüllt waren, wurde zuerst das Elektroabfischgerät eingesetzt. Insgesamt konnten mit dem Elektrofischfanggerät 110 kg Plötzen und 11 kg Gründlinge abgefischt werden. Diese Fische setzten wir nach Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde in die Gera (Flutgraben) von Laichschonstrecke Papiermühlenwehr bis Brücke Löberstraße um.

Die starke Verschlammung des Espachteiches und die fehlenden tieferen Wasserbereiche zwangen uns, die Abfischung mit dem Elektrofischfanggerät gegen 15.00 Uhr einzustellen. Durch die zunehmend schlechter werdende Leitfähigkeit im schlammreichen Wasser war das E - Gerät nicht mehr im vollen Umfang leistungs- bzw. funktionsfähig.

Ein Abfischen mit der Teichwade wurde zwar versucht, doch es verfing sich einfach zuviel Schlamm im Netz. Das Ziehen der Teichwade war auf Grund des schlammigen Teichbodens kaum möglich. Auch wären die Fischverluste zu groß gewesen. So entschlossen wir uns, den hinteren Bereich in Nähe des Einlaufes mit Netzen abzusperren, so dass zwei separate „Becken“ entstanden. Die Helfer unseres Verbandes haben mit Handkeschern die abgesperrten Bereiche, soweit möglich, abgefischt. Fischarten wie Karpfen, Schleien, Giebel, Karauschen, Plötzen, Barsche und Gründlinge konnten geborgen werden. Unter den genannten schwierigen Bedingungen war die Abfischung für alle Beteiligten eine echte Herausforderung.

Auf das Aussortieren von weiteren Plötzen und Gründlingen für die Gera (Flutgraben) haben wir verzichtet, um den Stress für die Fische und damit die Verluste möglichst gering zu halten. Alle weiteren Fische wurden in Abstimmung mit den zuständigen Behörden in ein geeignetes Gewässer umgesetzt.

Die dargestellte Situation führte dazu, dass der für die Abfischung geplante eine Tag nicht ausreichte und am 11. und 12.08. weitere Fische aus dem Gewässer geborgen bzw. tote Fische abgelesen werden mussten.

Mit unserem Fischtransporter und den getrennt voneinander laufenden beiden Belüftungssystemen war ein tierschutzgerechter Transport der Fische jederzeit garantiert. Da der Einsatz der Fischereitechnik und des Personals auch Kosten verursacht, haben wir uns gefreut, dass das Angebot von unserem Verband durch die Stadtverwaltung Erfurt bestätigt und das Geld zwischenzeitlich schon überwiesen wurde. Dieses haben wir vorrangig für eine größere Reparatur unseres Elektroabfischgerätes verwendet.

Insgesamt kann sich das Ergebnis der Abfischung, insbesondere unter Berücksichtigung der sich am Gewässer gezeigten ungünstigen Bedingungen (Bodenprofil, Gefälle, Verschlammung) sowie der Kurzfristigkeit der Maßnahme, durchaus sehen lassen. Es wurden 264 kg Fische abgefischt. Die Fischverluste waren mit ca. 20 kg Weißfischen sehr gering.

André Pleikies, Geschäftsführer TLAV

Sanierung „Unterer Henneteiche“ in Erfurt

2010

Bei diesem Gewässer handelt es sich um einen ökologisch wertvollen Landschaftsbestandteil mit einer schützenswerten Flora und Fauna. Es war seit Jahren ein wichtiges Anliegen unseres Verbandes dieses Biotop, welches auch zur stillen Angelfischerei genutzt wird, als Lebensraum für eine Vielzahl von seltenen Insekten-, Vogel- und Fischarten sowie als Amphibienlaichgewässer zu erhalten.


Der in den vergangenen Jahren stetig abnehmende Wasserzulauf, die starke Verschlammung des Gewässers, die defekten Stau- und Ablassvorrichtungen sowie das instabile Wasserregime machten eine Sanierung dringend erforderlich. Der defekte Überlauf vom „Oberen, in den Unteren Henneteich“ hatte zusätzlich negative Auswirkungen auf den Wasserstand des oberen Gewässerbiotops.

Aus naturschutzfachlicher Sicht und im Interesse der Standsicherheit waren auch dringend Pflegearbeiten an der Ufervegetation, wie das Verschneiden der Kopfweiden sowie das Beseitigen bzw. teilweise Zurückdrängen von Verlandungsbereichen, dringend erforderlich. Der vorhandene Fischbestand war auf Grund des instabilen Wasserregimes, speziell in den Sommer- und Wintermonaten, zunehmend in seiner Existenz gefährdet.

Für unser Anliegen hatten wir von Anfang an die uneingeschränkte Unterstützung der Stadtverwaltung Erfurt, vor allem von Herrn Lummitsch, Leiter des Umweltund Naturschutzamtes, Herrn Dr. Bößneck, untere Naturschutzbehörde, Bereich Land- schaftspflege und von Herrn Flasche, Garten- und Friedhofsamt. In enger Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Bößneck und Herrn Dr. Karwoth vom Thüringer Landesverwaltungsamt, obere Naturschutz- behörde, ist es uns gelungen, Fördermittel vom Freistaat Thüringen zu erhalten. Ohne diese staatlichen Zuwendungen hätten wir das Projekt nicht realisieren können. Ein besonders Dankeschön geht an den Landwirt Herrn Lapp, welcher uns uneigennützig seine Flächen für die Ablagerung des Teichschlammes zur Verfügung stellte.

Nach dem alle grundsätzlichen Fragen abgeklärt und die Vorarbeiten, wie die Ermittlung der tatsächlichen Schlammstärke im Gewässer, das seuchenbiologische Gutachten für den Fischbestand, die Untersuchung des Teichschlammes auf Schadstoffe (Unbedenklichkeit wurde bestätigt), abgeschlossen waren und alle notwendigen Genehmigungen vorlagen, wurde am Montag, dem 19. Oktober 2009, mit dem Ablassen des „Unteren Henneteiches“ begonnen.

Davor waren die Beseitigung von Unrat, alter Betonteile und Schilf vor dem Mönch, die Reinigung der zugesetzten Abflussrohre und die Wiederherstellung des verlandeten, stark zugewachsenen Ablaufgrabens auf einer Länge von ca. 300 m notwendig. Auf Grund ständig nach fließenden Wassers (trotz Abdichtung des Zulaufes) und dem zu geringen Gefälle konnte die notwendige Senkung des Wasserspiegels nur durch den ständigen Einsatz von leistungsfähigen Pumpen über mehrere Tage hinweg realisiert werden.

Beim Fischen mit dem Netz zeigte sich sehr schnell, dass bei weitem nicht alle sperrigen Gegenstände vorab im Teich gefunden wurden. Auf Grund von Unebenheiten, Meter tiefen Schlamm und immer noch unzähliger Gegenstände, wie mehrere Geldkassetten, einem Tresor, einem Motorrad, Kinderwagen, Metallplatten, Fahrradrahmen, große Betonteile, sowie Unmengen Holz (Windbruch) am Gewässergrund wurde das Netz immer wieder angehoben bzw. konnte nicht zügig bewegt werden. Dadurch entkam immer wieder ein Teil der Fische.

Nach dem ca. die Hälfte des Teiches abgelassen war, mussten wir feststellen, dass das Gefälle nicht ausreichte. So lag ein Teil des Gewässers tiefer als der Mönch. Die Leistung der gemieteten Pumpen aus den Bauhöfen war nicht ausreichend und sie schafften es gerade mal, das frisch zulaufende Wasser abzupumpen.

Zur erfolgreichen Absenkung des Wasserspiegels war letztendlich der Einsatz von leistungsstarken Pumpen der Erfurter Feuerwehr und zwei freiwilliger Feuerwehren notwendig. Ohne diese Unterstützung hätten der Teich nicht trockengelegt und die noch im Gewässer vorhandenen Fische lebend geborgen werden können. Die Fische wurden zuerst mit der Teichwade und später mit Keschern aus dem Gewässer entnommen und mit unserem Fischtransporter in den Speicher Vieselbach umgesetzt.

Allein bei der Abfischung zeigte sich, wie wichtig es ist, über die entsprechende Fischerei- und Transporttechnik zu verfügen.

Sehr arbeitsaufwenig war die Beräumung des Zwischendammes von Totholz, Müll und Betonteilen. Des Weiteren wurde abgestorbenes Holz und Schilf im Abflussbereich vom „Oberen in den Unteren Henneteich“ entfernt. Nicht ungefährlich gestaltete sich die Gehölzpflege des älteren, teilweise sehr morschen Großbaumbestandes auf der Feldseite. Diese wurde nur von extra an der Kettensäge ausgebildeten Anglern, welche einen gültigen Führerschein für Kettensägen besitzen, durchgeführt. In Abstimmung mit dem Unternehmen und der Naturschutzbehörde Erfurt wurden die Einfahrten für den Großbagger vorbereitet.

Am Dienstag, dem 27. Oktober 2009, war es dann soweit. Ein Großbagger begann mit der Entnahme des Teichschlammes und brachte diesen auf das angrenzende Ackerland aus. Die dafür vorgesehene Fläche war im Vorfeld mit dem zuständigen Landwirt abgestimmt und von diesem genehmigt worden. Der dort ausgebrachte Schlamm musste regelmäßig nach Müll, Totholz und Betonteilen abgesucht werden, damit später bei der Bestellung des Feldes nicht die Gerätschaften des Landwirtes beschädigt werden.

Die Entschlammung des Teiches ging über mehrere Tage, an welchen auch die Gehölzpflege durch die Angler fortgesetzt wurde. Der alte Mönch wurde mit Hilfe des Großbaggers abgerissen und die Betonteile auf einen LKW verladen und entsorgt. Alle notwendigen Nacharbeiten wurden in Eigenleistung von Mitgliedern des TLAV realisiert. Es musste ein neuer Mönch gesetzt und der Dammbereich mit zusätzlich angeliefertem Lehm abgedichtet werden. Danach wurden mit einem kleineren Bagger der Zwischendamm und die Randbereiche des „Oberen Henneteiches“ saniert.

Die Gewässer- und Gehölzpflege haben die Mitglieder des TLAV bis Anfang Mai 2010 intensiv fortgeführt und allein von Oktober 2009 bis Mai 2010 über 1.400 Stunden in Eigenleistung für die Sanierung und Pflege der Henneteiche realisiert. Es erfolgte zusätzlich zu den schon genannten Maßnahmen eine biotopgerechte Bepflanzung des Uferbereichs, die großflächige Ausbringung von Muttererde und Rasen auf den durch die Bautechnik stark in Anspruch genommenen Flächen, die Schaffung eines Rundweges um das Teichbiotop, der Bau von Nistkästen, Struktur verbessernde Maßnahmen im Gewässer sowie die Reparatur einer Natursteintreppe.

Insgesamt wurde damit der „Untere Henneteich“ als Natur- und Erholungsraum nicht nur erhalten, sondern deutlich aufgewertet.

Leider haben wir aber nicht wirklich Grund zur Freude und nicht jeder ist begeistert über das Engagement unseres Verbandes im Gewässer- und Fischartenschutz. Wir hatten schon vor Jahren immer wieder große Probleme mit direkten Einleitungen von Abwässern und mit Fischsterben in beiden Teichen. Wir waren guten Glaubens, dass nach mehr-fachen Vorortterminen und Gesprächen mit den zuständigen Behörden, mehreren Anzeigen durch unseren Verband und kriminaltechnischen Untersuchungen sich die Abwassereinleitungen nach der Sanierung des „Unteren Henneteiches“ nicht wiederholen.

Doch es hat sich bis heute an der Problemstellung nichts geändert. Aktuell findet weiterhin eine massive Schädigung von zwei ökologisch wertvollen Teichbiotopen mit Schutzstatus statt. Dabei weisen Indizien eindeutige auf mögliche Ursachen bzw. Verursacher hin. Wenn sich die Abwassereinleitungen weiter so fortsetzen, waren die gemeinsamen Anstrengungen aller Beteiligten und die über 25.000,- Euro, welche in die Sanierung des „Unteren Henneteiches“ investiert wurden, umsonst. Dies ist unseren Mitgliedern und der Öffentlichkeit nicht zu vermitteln.

André Pleikies, Geschäftsführer TLAV

Saalekaskade – große Uferberäumungsaktion in Saalburg an der Bleiloch Talsperre

4. April 2009

Am 04.04.2009 fand die alljährliche große Uferberäumungsaktion im Umkreis der Stadt Saalburg an der Bleiloch Talsperre statt. Bereits zum 3. Mal wurde dieser Großeinsatz in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt Saalburg und dem Thüringer Landesangelfischereiverband e.V. organisiert. Er ist damit die konsequente Fortführung der begonnenen guten Zusammenarbeit mit allen Nutzern und Anliegern der Gewässer der Saalekaskade und der Gewässerbewirtschaftung.


Mit einer Rekordbeteiligung von über 200 ehrenamtlichen Kräften, darunter ca. 160 Angelfreunden aus den umliegenden Angelvereinen, aber auch Mitgliedern anderer ortsansässiger Vereine, wie Feuerwehr, Wasserwacht, Schützen, Segel- und Motorsportler sowie des Jugendclubs wurden die Ufer der Bleiloch Talsperre von Müll und Unrat befreit. Die Situation an den Ufern von Deutschlands größtem Stausee war in diesem Jahr eine Besondere, so dass die zahlreichen Teilnehmer sehr willkommen waren. Aufgrund von Bauarbeiten an der Staumauer der Bleiloch Talsperre ist der Pegel dieses Stausees derzeit um etwa 12 m abgesenkt. Dadurch waren in diesem Jahr Uferzonen frei gelegt, die sonst überspült waren. So mussten die eifrigen Unrat- Sammler in diesem Jahr neben Schwemmgut auch jede Menge versenkten Müll, der zum Teil schon viele Jahre unter der Wasseroberfläche schlummerte, aufsammeln. Dabei wurden unglaubliche Mengen von Glasscherben, rostigem Schrott und Altreifen zusammen getragen und in den Großcontainer verstaut, der am Ufer in der Nähe des Gasthauses „Kranich“ aufgestellt war.

Die vom Thüringer Landesangelfischereiverband e.V. zur Verfügung gestellten 100 Müllsäcke mit einem Fassungsvermögen von jeweils 120 Litern waren innerhalb kürzester Zeit restlos ausgegeben und mussten teilweise in den Container ausgeschüttet werden, um die verbliebenen Müllmengen noch aufsammeln zu können. Die Wasserwacht und einige Angelfreunde transportierten die prall gefüllten Müllsäcke, gesunkene Schwimmkörper alter Bootsstege und auch die Unmengen abgewrackter Altreifen mit Booten zum Containerstandplatz. Hier wurde der Müll von den Angelfreunden des Angelvereins Schlegel entsprechend sortiert und teilweise auch gleich von den Entsorgern abgefahren.

Die aktuell durchgeführten Gewässerbegehungen zeigen uns, dass neben den Großeinsätzen in naher Zukunft mehrere kleinere Uferberäumungsaktionen an einigen Gewässerbereichen dringend notwendig sind. Dies wird im laufenden Jahr einer der Schwerpunkte der Gewässerpflege an der Saalekaskade sein. Dass der Thüringer Landesangelfischereiverband e.V. mit seinem fischereilichen Bewirtschaftungskonzept richtig liegt, zeigen die zum Teil beeindruckenden Fangergebnisse der gerade beginnenden Angelsaison 2009. Nunmehr gilt es darüber hinaus, den optischen Eindruck der Gewässer gemeinsam, in Zusammenarbeit mit unseren Anliegervereinen, weiter zu verbessern.