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Öffentlichkeitsarbeit

Messe Reiten- Jagen- Fischen wird „volljährig“

18. März 2016

Ihren 18. Geburtstag feierte die Messe in diesem Jahr am18. März. Traditionell um 11.00 Uhr begann das Eröffnungszermoniell in der großen Arena der Reiterhalle.

 

Unterstützt wurden die Thüringer Jagdhornbläser beim „Anblasen“ in diesem Jahr von einigen Kollegen aus Tschechien, welches Gastland der diesjährigen Messe war. Auf der Zuschauertribüne hatten neben ersten Messegästen auch zahlreiche Vertreter der Thüringer Landespolitik, der Landesregierung sowie der Stellvertretende Minister des Tschechischen Landwirtschaftsministeriums und der Verbände Platz genommen. Sie wünschten in ihren Ansprachen den Veranstaltern, Ausstellern und Gästen drei erlebnisreiche und erfolgreiche Tage. Wie bereits im Vorjahr waren die Angler, Fischer und Gerätehändler in Halle 1 ganz unter sich. Damit gab es genügend Platz für die zahlreichen Präsentationen und Events und natürlich auch für unseren interessant gestalteten Messestand.

Besonderer Blickfang war wieder unsere große Videoleinwand an der Stirnseite unseres Standes. Mit mehreren Image- Videos und eindrucksvollen Dia- Shows konnten sich die Besucher ein eindrucksvolles Bild von unserem Verband und seinem Wirken in Thüringen verschaffen. Vieles davon findet sich auch auf unserer Internetseite www.lavt.de wieder, deren Besuch immer ein lohnendes Erlebnis ist.

Am ersten Tag noch verhalten, jedoch am Samstag und Sonntag in dichtem Gedränge, überfluteten interessierte Besucher unseren Stand, denn es gab eine Menge Interessantes und Wissenswertes über alle Themen rund ums Angeln, die Arbeit des Landesverbandes und natürlich Spaß und Action für Groß und Klein.

Schon bald hatte unser erfahrenes Messeteam alle Hände voll zu tun sowie Rede und Antwort zu stehen, um alle Fragen der wissbegierigen Besucherscharen zu beantworten oder abenteuerlustige Kinder zu unterhalten.

Zahlreiche neu und übersichtlich gestaltete Schautafeln gaben anschauliche Einblicke in die vielfältigen Aufgabengebiete eines Landesanglerverbandes und seiner Vereine vor Ort. Natur-, Gewässer-, Arten- und Tierschutz nehmen heute oft einen breiteren Raum als das eigentliche Angeln ein. So stehen die Hege der Fischbestände, der Erhalt und die Pflege der Gewässerlebensräume im Mittelpunkt des Handelns unserer ca. 230 Vereine in allen Regionen Thüringens. Selbstverständlich kommt deshalb das Angeln keineswegs zu kurz. Wie man in Thüringen eine legale Anglerkarriere einschlagen kann, wie sich der Verband und die Vereine um Ihren Anglernachwuchs bemühen, veranschaulichte unsere Thüringer Fischerschule im LAVT (http://www.thueringer-fischerschule.de/) sowie das umfangreiche Programm von Bildungs-, Casting- und Angelveranstaltungen für Einsteiger und Fortgeschrittene oder Jung und Alt.

Auch diesmal faszinierten wieder jede Menge Aktionen zum Anfassen, Anschauen und Mitmachen sowie Tipps und Tricks der Experten auf unserem Stand.

Begeistert und vor allem sehr interessiert zeigte sich unsere Ministerin Birgit Keller bei ihrem Messerundgang am Samstag. Einen spannenden Drill mit einer großen Forelle an unserem Drillsimulator hatte sie bereits im Vorjahr erfolgreich absolviert, so dass sie diesmal auf ihrem Rundgang über unseren Stand mehr Zeit und viel Aufmerksamkeit anderen Themen unserer Verbandsarbeit sowie den Sorgen und Problemen der Angler und Fischer widmen konnte.

Auch bei seinem inzwischen sechsten erfolgreichen Messeauftritt als Publikumsmagnet der Extraklasse war unser Drillsimulator wieder eine echte Herausforderung für Groß und Klein. Nach langem „Schlange- Stehen“ sowie nerven- und kraftraubenden Drills verließen nicht selten schweißüberströmte und völlig erschöpfte aber glückliche „Anglerinnen und Angler“ dieses „Folterinstrument“. Doch im Unterschied zum wahren Angeln sind hier nicht die Fische sondern ausschließlich die Angler die Gestressten. Ebenfalls zum 6. Mal war das „Schulboot Flipper II“ mit von der Partie auf unserem Stand und begeisterte die Kids mit rasanten Fahrsimulationen auf virtuellen Gewässern.

Höchste Konzentration erforderte bei den kleinsten Angelkids der Fang von Magnetfischen im „Blauen Pool“. Für Begeisterung vor allem bei den kleinen Mädchen sorgte die 4. Meerjungfrau, Diana König, aus den Fjorden der Saale- Kaskade, welche natürlich auch so manche bewundernde Blicke gestandener „Angler-Mannsbilder“ auf sich zog. Malen, basteln oder Fische im Aquarium bestaunen ließ keine Langeweile bei den Kleinsten oder ihren Eltern aufkommen. Weit geöffnet hatten unsere Experten im Fried- und Raubfischangeln oder die Fliegenfischer und - binder ihre Trickkisten für alle interessierten Besucher. Bleibende Erinnerungen an besondere Fänge veranschaulichten die tollen Präparate der Bewohner aus Neptuns Reich am Stand von Thomas Mundt. Außerordentlich erfolgreich waren die Castingsportler unseres Verbandes bei den Platzierungen im Turnier um den Messepokal.

Eindrucksvoll und informativ präsentierten sich die Thüringer Berufsfischer in direkter Nachbarschaft als unsere Partner. Am Sonntagnachmittag hatte ihre „Nixe“, ein attraktives Body-Painting-Model alle Angler und Fischer „am Haken“. Mit ihrer Initiative „Thüringer Fische für Thüringer Gewässer“ warben sie für die Produktion von einheimischen Satzfischen für die Thüringer Angelgewässer.

Und so gab es wieder viel Stoff für Informationsgespräche und den Erfahrungsaustausch mit alten und neuen Bekannten und den zahlreichen Partnern unseres Verbandes. Neue Kontakte wurden geknüpft und bestehende erweitert. Lobbyarbeit steht nun mal im Mittelpunkt der Arbeit unseres Verbandes und dazu bietet die Messe eine hervorragende Plattform.

Diese „Achtzehnte“ war wohl eine der gelungensten Präsentationen in einer perfekten Mischung aus Neuem und Traditionellem auf unserem Messestand. Vor allem aber war sie der überzeugende Beweis für das erfolgreiche Zusammenwachsen von ehemals zwei Verbänden in unserem Landesanglerverband und dessen positive Entwicklung zum Wohle unserer Mitglieder und der gesamten Angelfischerei in Thüringen. Dazu hat das konsequente Handeln der Mitglieder in den vergangenen drei Jahren unseres vereinigten Verbandes entscheidend beigetragen. Wie immer gilt unsere ganz besondere Anerkennung und herzlicher Dank für die unermüdliche Arbeit unserem eingespielten Messeteam und den Mitarbeitern der Geschäftsstellen in der Vorbereitung und Durchführung dieses großen Frühjahrsevents des Verbandes. Sie haben wie in den Jahren zuvor alles getan, unseren Besuchern einen angenehmen und erlebnisreichen Aufenthalt auf unserem Stand zu bieten.

In der abschließenden Pressemitteilung der Messeleitung vom 20.03.2016 heißt es:
Erneut Besucherrekord: Reiten - Jagen - Fischen begeistert 28.500 Besucher Fischen


Die besten Hirschrufer kommen aus Tschechien

Die Erfurter Messe „Reiten-Jagen-Fischen“ bleibt in der Erfolgsspur. Zur 18. Ausgabe der beliebten Naturmesse kamen rund 28.500 Gäste (2015: 27.700) aus ganz Mitteldeutschland auf das Erfurter Messegelände. Seit 2012 stieg die Besucherzahl damit um knapp 20 Prozent. Die meisten Besucher kamen aus Thüringen, dahinter folgen Sachsen-Anhalt, Sachsen, Niedersachsen und Hessen. „Natur kommt an“, sagt Erfurts Messechef Wieland Kniffka. „Die gut abgestimmte Kombination aus Freizeit-, Sport- und Fachangeboten zieht immer mehr Besucher an, darunter viele Familien“. Der Messegeschäftsführer wies darauf hin, dass sich die Messe zunehmend auch zu einem Anziehungspunkt für Fachleute entwickeln würde. 2016 lag der Fachbesucheranteil bei rund 50 Prozent.

Publikumswirksames Highlight war auch 2016 wieder die „Offene Thüringer Meisterschaft der Hirschrufer“ am Messesonntag. Die deutschen Teilnehmer aus Thüringen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mussten sich in diesem Jahr den Gästen vom böhmisch-mährischen Jagdverband geschlagen geben, die die drei ersten Plätze unter sich ausmachten. Das vielfältige Publikumsangebot wurde durch 12 Fachveranstaltungen mit über 1.200 erwarteten Gästen im Congress Center der Messe ergänzt. Hier fanden u.a. die Verbandstagung Maschinenring, das traditionelle Tierärzte-Meeting, das Pferdeforum Zucht + Sport, das Jagdforum sowie die theoretische Prüfung des Jungzüchterwettbewerbes statt. In den ausgebuchten Erfurter Messehallen hatten vom 18. bis 20. März 218 Aussteller aus 9 Ländern (Österreich, Niederlande, Südafrika, Ungarn, Bulgarien, Tschechische Republik, Rumänien, Italien und Deutschland) auf rund 46.000 qm Bruttofläche das komplette Sortiment an Produkten und Dienstleistungen für die Hobbywelten Reiten, Jagen und Fischen gezeigt.

Bis dahin wünschen wir allen eine schönes und erfolgreiches Angeljahr 2016 an unseren Thüringer Gewässern und ein Wiedersehen auf der 19. Reiten-Jagen-Fischen 2017.

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Rückblick zur Messe „Reiten – Jagen - Fischen 2014“

21. bis 23. März 2014

Die Erfurter Messe Reiten-Jagen-Fischen wird immer beliebter. Im dritten Jahr hintereinander verzeichnet die Veranstaltung einen Besucherrekord. In diesem Jahr kamen vom 21. bis 23. März rund 27.500 Gäste (2013: 25.500) aus ganz Mitteldeutschland auf das Erfurter Messegelände. Die meisten Besucher kamen aus Thüringen, dahinter folgen Sachsen-Anhalt, Hessen und Sachsen.

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lavtProfianglerin Babs Kijewski hat offensichtlich gemeinsam mit
den Knirpsen viel Spaß beim Magnetfischangeln.

Auch unsere Mitglieder besuchten 2014 wieder zahlreich die Messe und waren durchweg angetan von der sehr gelungenen Präsentation des Landesanglerverbandes Thüringen e.V., was uns auch zahlreiche positive Mails im Nachgang bestätigten.

Die vielen positiven Reaktionen und der Ansturm auf unseren Messestand machten alle an der Gestaltung Beteiligten stolz auf das, was wieder in mühevoller Arbeit geschaffen wurde. Nicht nur unsere verschiedenen Präsentationen an den Ausstellungswänden, das Schauaquarium oder der Drillsimulator, dessen Betreuerteam wieder alle Hände voll zutun hatten, sondern auch unser wunderschön gestaltetes Teichbiotop fand große Anerkennung bei den Besuchern.

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Auch die Entscheidung, das Magnetfischangeln für Kinder dieses Mal nicht im Planschbecken, sondern in einem Teil des Gewässerbiotops durchzuführen, erwies sich als goldrichtig. So konnten die vielen interessierten Kinder nicht nur Fische in ihrem Element beobachten, sondern auch im danebenliegenden Teil des Biotops ihre natürlich gestalteten Imitationen angeln.

lavtUnser Gast Herr Achim Ramm, Referatsleiter für Forst- Jagd-
und Fischereipolitik, Waldökologie zeigte viel Spaß und
Geschick am Drillsimulator des LAVT.

Übrigens begeisterte das nicht nur die Kinder, sondern auch die aus der Anglerfachpresse bekannte „Babs“ Kijewski. Sie war von unserem Stand so beeindruckt, dass sie deutlich mehr als die ursprünglich vorgesehene Zeit an unserem Stand verbrachte. Sehr zur Freude vieler männlicher Angler, welche die quirlige „Babs“ mal ganz aus der Nähe erlebten. Auch die Aussteller aus der Mongolei, welche als Partnerland der Messe zum ersten Mal teilnahmen, zeigten sich sehr beeindruckt von der Vielfalt unserer Angebote. Abgerundet wurde dies alles durch das wiederum erfolgreiche Abschneiden unserer Teilnehmer bei den Castingwettbewerben.

lavtDietrich Röse, Präsident des LAVT im Gespräch mit dem Leiter
der mongolischen Delegation, welcher sich über die
Angelfischerei in Thüringen informierte.

Unser Partner, die Firma Spro & Gamakatsu, hatte für die Wettkämpfe im Castingsport wertvolle Preise zur Verfügung gestellt. Als es durch zusätzliche Wettbewerbe bei den Preisen eng wurde, stellten die Firma Spro & Gamakatsu und der Angelshop Gunter Taubert aus Neustädt an der Werra schnell und unkompliziert weitere Preise zur Verfügung. Wir möchten es nicht versäumen, beiden Sponsoren an dieser Stelle nochmals recht herzlich zu danken.

Positiv beeindruckt, zeigten sich auch viele prominente Besucher aus Politik und Angelfischerei von unserer gelungenen Präsentation.

Abschließend nochmals ein herzliches Dankeschön an alle, welche am Gelingen des Messeauftrittes unseres Verbandes mitgewirkt haben  und auf ein Wiedersehen zur Messe Reiten – Jagen - Fischen 2015.

Karl – Heinz Bergner
André Pleikies

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Stimmen zur Reiten-Jagen-Fischen 2014:

Steffen Liebig, Präsident Landesjagdverband Thüringen e.V.

„Die 16. Auflage der Messe hat durch das Gastland Mongolei ein tolles internationales Flair erhalten. Es gab besonders im Jagdbereich hohes Interesse am Erfahrungsaustausch mit den Jägern, insbesondere wenn es um die Gestaltung des Lebensraumes des Wildtieres ging. Auch mit dem Hirschruferwettbewerb haben wir wieder gepunktet. Wir freuen uns schon auf die kommende Messe 2015, in der wir wieder mit attraktiven Angeboten aus der Jagd aufwarten werden.“

Matthias Tanz, Stellvertretender Vorsitzender, Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen e.V.

„Die Messe war erneut ein Besuchermagnet. Wir sind mit der Organisation und der Messe sehr zufrieden. Die Plattform als solche wird von den Jungzüchtern sehr gut angenommen.“

Andre Pleikies, Hauptgeschäftsführer Landesanglerverband Thüringen - Verband der Fischwaid und zum Schutz der Gewässer und Natur e.V.

„Auch in diesem Jahr ist eine steigende Zunahme der Besucherzahlen und dem damit einhergehenden Interesse am Angelsport zu verzeichnen. Wir sind sehr zufrieden, auch, dass so viele Kinder und Jugendliche an unseren Stand gekommen sind und sich für das Angeln interessieren.“

Umfrage: Sind Hobbyangler Tierquäler?
Pressemitteilung des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei.

2014

Die meisten Deutschen glauben, dass Fische Schmerzen empfinden können. Dennoch akzeptiert ein Großteil der Bevölkerung das Angeln aus moralischer Sicht, insbesondere wenn es zur Nahrungsbeschaffung oder zur Gewässerhege erfolgt.

Auch das vom Angler selbstentschiedene Zurücksetzen von großen, entnahmefähigen Fischen nach dem Fang aus ökologischen Gründen hält das Gros der Bevölkerung für unproblematisch. Das und vieles mehr ergab eine repräsentative Umfrage zur Einstellung der Bevölkerung in Deutschland zum Tierschutz in der Angelfischerei, die vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) gemeinsam mit der Humboldt-Universität vorgelegt wurde.

Rund 7 % der Deutschen angeln regelmäßig in ihrer Freizeit. Zugleich ist die Angelfischerei durch das Tierschutzgesetz streng reglementiert. Vor allem das Angeln ohne sogenannten vernünftigen Grund ist tierschutzrechtlich verboten, wenn dadurch Fischen Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch der Teufel steckt im Detail. So gibt verschiedenste Ansichten über die guten Gründe, die das Hobbyangeln legitimieren. Zudem ist sich die Wissenschaft bezüglich der Schmerz- und Leidensfähigkeit von Fischen uneinig. Dr. Carsten Riepe (IGB) und Prof. Dr. Robert Arlinghaus (IGB und Humboldt-Universität zu Berlin) bilden mit Hilfe ihrer nun publizierten repräsentativen Umfrage erstmals die Stimme der Bevölkerung in Deutschland zum Thema Angeln und Tierschutz ab. Die wichtigsten Ergebnisse können auf Basis von über 1000 zufällig in ganz Deutschland ausgewählten Befragten folgendermaßen zusammengefasst werden:

1. Angeln ist positiver besetzt als die Freizeitjagd

Nur ein Fünftel der Deutschen lehnt das Angeln aus moralischen Gründen ab. Für die Mehrzahl der Befragten (61 %) ist das Angeln als Freizeitbeschäftigung positiv oder neutral besetzt.  Ein Angelverbot würde mehrheitlich nicht unterstützt werden. Im Vergleich dazu wird die Jagd deutlich negativer bewertet.

2. Fische können Schmerzen empfinden, aber wohl begründetes Angeln wird akzeptiert

Die meisten Befragten glauben, dass eine Forelle Schmerz empfinden kann. Auch sind über 40 % der Deutschen der Meinung, dass das Angeln für Fische schmerzhaft ist. Dennoch findet die große Mehrheit der Bevölkerung die Hobbyfischerei akzeptabel, insbesondere wenn sie zur Nahrungsbeschaffung (62 % Zustimmung) oder als ökologische Hegemaßnahme (69 % Zustimmung) erfolgt. Die ethische Bewertung des Angelns orientiert sich dabei vor allem an der Intention des Fischenden und weniger daran, was dem Fisch an der Angel passiert. 88 % der Befragten finden es moralisch völlig akzeptabel, Fisch zu essen.

3. Es besteht kein besonders dringender Bedarf zur Verbesserung des Tierschutzes beim Hobbyangeln

Tierschutz ist ein wichtiges Thema in der Gesellschaft. Doch wird von der Mehrheit der Bevölkerung (74 %) kein dringender Bedarf gesehen, den Tierschutz in der Freizeitfischerei zu verbessern. Eine Verbesserung des Tierschutzes wird in anderen Bereichen der Mensch-Tier-Interaktion, wie z.B. in der Versuchstierhaltung oder in der Landwirtschaft, als viel wichtiger empfunden.

4. Gegenwärtig bereits verbotene Praktiken wie Wettangeln und der Einsatz lebender Köderfische sind nicht akzeptiert, Put-and-Take-Angeln und die Verwendung von Setzkeschern sind hingegen okay.

Die hierzulande verbotenen Formen des Wettangelns ohne Verwertungsabsicht und die Verwendung lebender Köderfische werden von der Mehrheit der Befragten rigoros abgelehnt. Gleiches gilt für das ebenfalls unerlaubte, nicht waidgerechte Töten von Fischen durch Ersticken lassen. Beim Put-and-Take-Angeln besetzen die Betreiber kommerzieller Angelteiche schlachtreife Fische, welche Kunden für ein Entgelt wieder herausangeln können. Auch diese Praktik ist in Deutschland aus Tierschutzsicht kritisch diskutiert. Tatsächlich aber hat die Mehrheit der Befragten kein Problem damit (51 % finden es völlig akzeptabel, 29 % stehen der Praktik neutral gegenüber, 20 % lehnen dies ab). Ganz ähnlich verhält es sich mit der Verwendung von Setzkeschern. Diese werden eingesetzt, um gefangene Fische lebend im Gewässer zu halten, bis sie weiter verwertet werden. Ihr Einsatz wird von der Mehrheit der Bevölkerung als unproblematisch angesehen.

5. Ökologische Gründe rechtfertigen Catch-and-Release entnahmefähiger Fische

Als Catch-and-Release-Angeln (Fangen und Zurücksetzen) bezeichnet man eine Angelpraxis, bei der Fische, die groß genug und legal entnahmefähig sind, nach dem Fang wieder in das Gewässer zurückgesetzt werden. Da in Deutschland das Angeln vor allem mit dem vernünftigen Grund der Verzehrabsicht toleriert wird, gibt es in einigen Bundesländern die Regelung, dass prinzipiell entnahmefähige Fische nach dem Fang entnommen werden müssen. Mit anderen Worten: Es herrscht ein Entnahmegebot und ein Zurücksetzverbot. Die Mehrzahl der Bürger steht einem selektiven Zurücksetzen aus ökologischen Gründen nach Selbstermessen des Anglers jedoch positiv gegenüber – zum Beispiel, um kleinen Fischen  das Heranwachsen in den Bestand zu ermöglichen (78 % Zustimmung) oder um große Laichfische für den Bestand zu erhalten (65 % Zustimmung). Gesellschaftlich weniger akzeptiert ist es, wenn das Zurücksetzen zur Selbstprofilierung genutzt wird, beispielsweise um  anderen Anglern den Wiederfang zu ermöglichen. 56 % der Befragten finden dies verwerflich. Doch auch ein totales Zurücksetzen aller Fische wird nur von 40 % der Bevölkerung abgelehnt. Die Gesellschaft hat damit eine moderatere Einstellung zum  Catch-and-Release als viele Veterinär- und Fischereibehörden oder zahlreiche Tierschutz- und Angelfischereiverbände.

Insgesamt zeigt die Studie, dass Gesetzgeber, Behörden und Angelverbände das Tierschutzgesetz in vielen Fällen gemäß der allgemeinen Bevölkerungsmeinung zum Angeln in Deutschland auslegen. Doch gibt es auch überdenkenswerte Bestimmungen. Insbesondere die gegenwärtig weitverbreitete Entnahmepflicht ist für den Bestandsschutz aus ökologischen Gründen kontraproduktiv. Eine liberalere Regelung, die selektives Zurücksetzen von ökologisch bedeutsamen großen Fischen ermöglicht, würde aus Sicht der Bevölkerung grünes Licht erhalten und auch den Beständen zu Gute kommen.

Die Ergebnisse dieser repräsentativen Bevölkerungsbefragung sind in der Reihe „Berichte des IGB“ unter dem Titel „Einstellungen der Bevölkerung in Deutschland zum Tierschutz in der Angelfischerei" erschienen. Der Bericht steht unter www.besatz-fisch.de zum Download bereit. Insgesamt wurden 1043 zufällig ausgewählte Personen ab 14 Jahren befragt. Die Antwortquote aller ausgewählten Personen betrug über 72 %. Die Datensammlung und -auswertung wurde durch die am IGB angesiedelten Projekte Adaptfish (gefördert im Rahmen des Pakts für Innovation und Forschung durch die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gemeinschaft) sowie Besatzfisch (gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung) ermöglicht.

Eva-Maria Cyrus, Carsten Riepe & Robert Arlinghaus
QUELLE: Riepe, C. & Arlinghaus, R. (2014). Einstellungen der Bevölkerung in Deutschland zum Tierschutz in der Angelfischerei. Berichte des IGB, Heft 27/2014.

Erfolgreiche Präsenz des LAVT beim Nordbadfest in Erfurt

9. August 2013

Der Landesanglerverband Thüringen e.V. (LAVT) pflegt seit vielen Jahren als Fischereipächter eine konstruktive, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadtwerke Erfurt Bäder GmbH und ist seit 2013 auch Mieter im Service- und Verwaltungsgebäude der SWE Erfurt.

Natürlich haben wir die Einladung des Geschäftsführers der SWE Bäder GmbH, Herrn Mirko Utecht, zur Teilnahme am Nordbadfest 2013 gern angenommen.

Am 9. August 2013 präsentierte sich der LAVT mit einer Vielzahl anderer Erfurter Vereine zum Stadtbadfest mit einem vielseitigen Angebot. Neben umfangreichen Informationen über unsere heimische Fischfauna, das Wirken des LAVT im Gewässer- und Fischartenschutz, in der Jugendarbeit und als anerkannter Naturschutzverband konnten sich Jung und Alt auch sportlich beim Zielwerfen auf die Ahrenbergscheibe, am Drillsimulator oder beim Magnetfischangeln betätigen. Bei einem kleinen Wissenstest überprüften die Badegäste Ihre Kenntnisse z. B. über unsere heimische Fischfauna. Unsere Malstraße wurde von den Jüngsten sofort in Anspruch genommen und hier durften sie nach Herzenslust malen. Spielend lernten die Mädchen und Jungen auch gleich die in der am Nordbad vorbei fließenden Gera vorkommenden Fischarten kennen.

Ein kleiner Wermutstropfen. - Noch einen Tag vorher lachte in Erfurt die Sonne und über 2.000 Badegäste tummelten sich im Nordbad. Doch zum Nordbadfest sah es nach Regen aus, was leider viele Wasserraten von einem Besuch abhielt. Trotz allem war unser Stand gut besucht. Über eine Lautsprecheranlage informierte der Geschäftsführer des LAVT die Gäste in lockerer Form über Wissenswertes zur Angelfischerei und zur Fischfauna in den Erfurter Gewässern.

Besonders hat uns auch der Besuch von Herrn Utecht, Frau Knabe-Lange und Herrn Märker von der Erfurter Bäder GmbH gefreut, welchen unsere Präsentation sichtlich gefiel.

Das Nordbad, Thüringens größtes Freibad, liegt, wie es der Name verrät, im Norden der Landeshauptstadt inmitten der weitläufigen Grünanlagen des Nordparks. Nach der kompletten Neugestaltung steht es seit dem 24. Juni 2010 wieder für den öffentlichen Badebetrieb zur Verfügung und ist ein echter Besuchermagnet für Familien und Kinder. Besonders auffällig, dass neue Nordbad ist behindertengerecht und sehr kinderfreundlich gestaltet. Im Jahr 2012 erhielt das Nordbad von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e.V. als eines von 8 Bädern in Deutschland den Oscar der Schwimmbäder, den Public Value Award.

Auch wir waren begeistert und haben uns im Nordbad sehr wohl gefühlt. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei der Geschäftsleitung der SWE Erfurt Bäder GmbH, dem Gruppenleiter Bäder Nord, Herrn Bienert, und dem ganzen Team des Nordbades für die angenehme Zusammenarbeit und die gute Verpflegung bedanken. Ein herzliches Dankeschön auch an die vielen fleißigen, ehrenamtlichen Helfern aus unseren Vereinen, ohne die eine solch tolle Präsentation des LAVT nicht möglich wäre.

Wir kommen nächstes Jahr gern wieder!

André Pleikies
Hauptgeschäftsführer
Fotos: A. Pleikies, Archiv SWE Bäder GmbH Erfurt

Naturrallye um den Speicher Straußfurt

14. Mai 2012

Natur erleben und sich dabei in der näheren Umgebung aktiv bewegen – das war der Leitgedanke, den wir als Ganztagsschule im Herbstmonat Oktober 2010 in Form einer Umweltrallye praktisch und hautnah für und mit unseren 170 Kindern der Klassen 1-4 erlebbar machen wollten.

Gemeinsam mit Uwe Gaspar vom Umwelt – und Erlebnishof Henschleben wurde ein interessantes Programm für einen erlebnisreichen Tag entwickelt. Auf einer insgesamt 7 km langen Route wurden sechs Stationen rund um den Speicher Straußfurt vorbereitet und erfolgreich bei schönstem Herbstwetter durchgeführt. Die Mädchen und Jungen entdeckten und erfuhren allerhand über Vögel und Insekten, Tiere und Pflanzen in den Lebensräumen Wald, Feld und Wasser, geschützte Tierarten wie die Fledermäuse, Tiere auf dem Bauernhof und über das Angeln. Allen Kindern, Lehrern und Erziehern der Grundschule Straußfurt hat dieser besondere Unterrichtstag in und mit der Natur sehr gut gefallen und weil er so interessant war und viel Spaß gemacht hat, wünschten wir uns unbedingt eine Fortsetzung im nächsten Schuljahr. Nun war es wieder einmal so weit: Eine Wiederholung der Stauseerallye – aber nicht im Herbst, sondern im Frühjahr. Bei schönstem Frühlingswetter tauschten am 14.05.2012 alle Schüler, Lehrer und Erzieher der Grundschule Straußfurt für einen Tag ihr Klassenzimmer mit der wunderschönen Umgebung rund um den Stausee in Straußfurt.

Wir erfuhren an 4 Stationen rund um den Speicher etwas über Fische in unseren Gewässern, über Tiere und Pflanzen am und im Wasser, über die Funktion einer Marderfalle sowie etwas über das Leben der Tiere auf einem Bauernhof.

Hier, beim Henschlebener Bauer Grüning, gab es natürlich viele Streicheleinheiten für das Pony, die Ziege und den verspielten Hund. Auch durften wir wie ein echter Landwirt auf einem Traktor sitzen. Auf dem Sportplatz gegenüber stand ein großes Kletternetz, auf dem wir zeigen konnten, was wir können.

Wir wanderten weiter bis nach Vehra, zur letzten Station. Hier warteten schon die Angler auf uns. Herr Nopper, Frau Freund und Herr Freund vom Landesanglerverband Thüringen e.V. hatten allerhand für uns vorbereitet. Direkt an der Unstrut erfuhren wir viel Interessantes über die heimischen Fischarten. Die Fried- und Raubfische wurden uns mittels farbiger Lehrtafeln vorgestellt. Aus einem Buchstabenrätsel haben wir die Namen der Fische herausgesucht. Das war gar nicht so einfach! Als versehentlich einige kleine Fische aus einem der Schauaquarien heraussprangen, wurden sie schnell von den Schülern vorsichtig ins Becken zurückgesetzt.

Spannend war auch das Zielwerfen mit einer Angel auf gelbe Kreise. Hier zeigte sich, wer ein echter Angler ist. Nach all den wunderschönen Erlebnissen liefen wir zur Schule zurück. Es war ein toller, schöner und sonniger Tag.

Jannik Göpfert & Levent Schacke, Klasse 3b
R. Rauchmaul, SL
Grundschule Straußfurt

Partnerschaft zwischen Berufsfischern und Anglern Fischerfest auf dem Forellenhof Themar

2. und 3. Oktober 2011

Am 2. und 3. Oktober 2011 fand auf dem Forellenhof in Themar bei Kaiserwetter und einem riesigen Besucherandrang das inzwischen traditionelle Oktober- Fischerfest statt.

Mit viel Engagement ist es dem Team um Anlagenbetreiber Markus Lichtenecker gelungen, dieses Fest in wenigen Jahren zu einem beliebten Besuchermagnet am 1. Oktoberwochenende eines Jahres zu gestalten. Neben dem Fischerhandwerk präsentierten sich weitere Thüringer Handwerker und Schausteller in einem bunten Markttreiben. Mit leckeren Fischgerichten aus dem Räucherofen, der Pfanne oder vom Grill erhielten die Besucher einen schmackhaften Eindruck aus Neptuns Reich.

Eingebettet in die wunderschöne Landschaft des oberen Werratals direkt am Zusammenfluss von Schleuse und Werra unterhalb des Geotops „Eingefallener Berg“ ist der Forellenhof wie auch unser Pachtgewässer Werra zu fast jeder Jahreszeit ein lohnendes Ausflugsziel für Fischliebhaber und Angler. Neben Regenbogen- und Bachforellen tummeln sich Goldforellen und Saiblinge in den Aufzuchtbecken der Fischzucht und im Angelteich gleich nebenan. Umflossen wird die Fischzucht von der Werra, einem Eldorado für Fliegenfischer und Spinnangler mit guten Fangaussichten auf manch kapitalen Fisch.

Von Anfang an beim Fischerfest mit dabei war unser Themarer Anglerverein. Zum ersten Mal nahm dieses Jahr unser Kooperationspartner, der Thüringer Landesangelfischereiverband e.V. (TLAV), mit einem attraktiven Informationsstand teil. Unter dem Motto: Angler und Berufsfischer- eine enge Partnerschaft, konnten sich die Besucher an unserem Gemeinschaftsstand und einer Fischzucht zum Anfassen ein anschauliches Bild von dieser Kooperation machen. Interessantes gab es für die Besucher über die Angelmöglichkeiten an den Gewässern des Thüringer Gewässerverbundes des TLAV und den Gewässern der Saalekaskade zu erfahren. Vorgestellt wurden Fischarten unserer Thüringer Gewässer und die Ursachen der Gefährdung vieler dieser Fischarten und ihrer Gewässerlebensräume. Informieren konnten sich die Gäste auch über die gegenwärtigen Probleme in der Thüringer Angelfischerei.

Doch es gab nicht nur viel zu lesen, zu sehen und zu hören, denn auch Aktionen vom Feinsten lockten jung und alt an unseren Stand. Mittlerweile zur Standardausrüstung gehörend, sorgte unser Angelsimulator des TLAV bei so manchen Alt- und Junganglern für Schweißausbrüche und Muskelkater am nächsten Tag. Selbst unser Themarer Bürgermeister, Herr Hubert Böse, und Grundschuldirektor Dirk Rittershaus, ließen sich auf einen Kampf mit den „virtuellen Kapitalen“ ein. Eine bleibende Erinnerung war dies sicher nicht nur für diese beiden prominenten Gäste. Auch manches jüngere und reifere Mädchen kämpfte verbissen an dieser Angler- Quälmaschine oder bewies Präzision und Zielsicherheit beim Werfen auf die Arenbergscheibe.

Gelohnt hat sich das allemal, denn 3 Treffer in Folge in den Mittelpunkt der Scheibe wurden mit der Möglichkeit des Angelns auf einen echten Fisch prämiert. Hier hatten dann die Jungs die Nase vorn. Der größte Fisch, eine Lachsforelle (3,5 kg) ging Martin Kühnhold an die Angel und den schönsten, einen Saibling, fing Franz Neuman (beide aus unserer Angel- AG).

Alles in allem waren es zwei wunderschöne Tage für die Besucher und Akteure an unserem Stand. Auch, dass es nichts Trennendes zwischen Vereinen und Anglern des VANT und des TLAV gibt, war eine schöne Erfahrung. - Für unseren Verein übrigens schon seit mehr als einem Jahr. Neue Bekanntschaften wurden geschlossen und die nächsten gemeinsamen Angeltouren verabredet.

Auf ein Wiedersehen an der Werra oder im nächsten Jahr auf dem Forellenhof freuen wir uns schon heute.

Petri Heil Andreas Kirsch
1. Vorstand ASV Themar 1959 e.V.

Tag des offenen Denkmals im Wasserkraftmuseum „Fernmühle“ Ziegenrück

11. September 2011

Das Wasserkraftwerk „Fernmühle“ entstand auf dem Gelände der ältesten Wassermühle an der oberen Saale. Schon 1258 wurde sie im Zusammenhang mit der Saaleflößerei erwähnt. Die seit etwa 1900 in Betrieb stehende Anlage ist das älteste Wasserkraftwerk an der oberen Saale. Im Jahre 1965 wurde das Kraftwerk „Fernmühle“ stillgelegt. Ein Jahr später wurde es als Museum wiedereröffnet. Inzwischen ist es ein Besuchermagnet für die Tourismusregion „Thüringer Meer“. Selbst ein kleines Hotel lädt zum Verweilen für Wanderer, Angler und Wassertouristen ein. Heute steht das Museum unter Verwaltung von Vattenfall.

Natürlich gab es kein Zögern als unser Partner die Vattenfall Europe Generation AG Co. KG den Thüringer Landesangelfischerei-verband e.V. darum bat, am 11. September 2011 zum Tag offenen Denkmals an der Gestaltung dieses Events mitzuwirken.

Strahlender Sonnenschein verhieß gutes Gelingen und zahlreiche Besucher für diesen Tag. Nachdem wir unseren „Wanderzirkus“ aufgebaut hatten, ließen diese nicht lange auf sich warten. Mit dabei war unser Informationsstand unter der bewährten Betreuung von Familie Freund. Interessierte Besucher konnten sich hier umfassend über unseren Verband und seine Aktivitäten im Fischarten- und Gewässerschutz, der Aus- und Weiterbildung seiner Vereine oder über unsere umfangreiche, interessante Kinder- und Jugendarbeit informieren.

Natürlich gab’s auch für unternehmungslustige Kinder einiges zu tun: Neben einem kleinen Quiz zu Fragen rund ums Thema Fisch konnten die Kinder basteln, malen und sich im Zielwerfen auf die Arenbergscheibe versuchen. An unserem Stand stellten wir die schönsten Angelreviere an der Saalekaskade im unmittelbaren Umfeld von Ziegenrück vor. Für groß und klein sorgte unser Angelsimulator für Spannung, Adrenalin und Schweiß an diesem heißen Tag. Nichtangler und selbst gestandene alte „Angler-Hasen“ waren beeindruckt von den sehr realitätsnahen Drills an dieser Spaßmaschine.

Insgesamt ein gelungener Tag für alle Akteure und Gäste. Wie bestellt, hielt das Bilderbuchwetter bis zum Ende durch. Doch schon auf der Heimfahrt ereilten uns erste schwere Unwetter mit Sturm und Hagel.

Andreas Kirsch

Kinder interessiert die Welt unter Wasser

23. September 2010

Was gibt es Schöneres als aufgeweckte Knirpse, welche neugierig und noch zu begeistern sind. So nahm ich die freundliche Einladung des Kindergartens der AWO in Saalfeld gern an. Am 23.09.2010 nach einer herzlichen Begrüßung der Erzieherinnen und der Kleinen warteten alle schon gespannt auf das, was sie heute alles so erwartet.

Mit Anschauungstafeln, Plastikfischimitationen und Broschüren erhielten unsere Jüngsten einen Einblick über das Leben an und in unseren Gewässern. Gespannt hörten die Mädchen und Jungen meinen Ausführungen zu und stellten Fragen über Fragen.

Eigene, bereits gesammelte Erfahrungen sei es mit Fischen, Muscheln, Pflanzen sogar mit herumliegenden Müll an den Ufern wurden freudig und teils aufgeregt erzählt.

„Da gibt es auch solche Seeerbsen im Wasser, die werden von den Enten gefressen“, erzählte ein kleiner Junge. Seeerbsen?!- Ich fragte den Kleinen, ob er vielleicht Teichlinsen meint. „Ja kann sein, dass die so heißen.“

Es war eine freudige Überraschung, dass unser Nachwuchs nicht nur den Fisch in viereckiger und gefrosteter Form kennt. Hmm lecker, Forelle hab ich schon mal gegessen. Karpfen schmeckt auch lecker, rief ein anderes Kind. Ein anderer Junge wusste, dass sich manche Fische von Insekten ernähren. Die Forelle springt aus dem Wasser und schnappt sich Insekten von der Wasseroberfläche sagte er. Da war ich völlig sprachlos, denn das wissen ja nicht mal alle Erwachsenen.

Ein anderes Kind wies darauf hin, dass man keinen Müll am Ufer liegenlassen oder ins Wasser schmeißen darf. Müll ist schädlich für Pflanzen und Tiere im Wasser. Die Kleinen wissen sogar, dass man umherliegenden Müll einsammeln sollte und nicht ins Wasser schmeißt.

„Wenn die Fische in die Tüte schwimmen, ersticken sie und sterben.“ - Da gibt es doch überall Müllbehälter zum Reinschmeißen sagte ein kleines Mädchen. Am liebsten wären die Kleinen mit mir losgezogen, um an unseren schönen Gewässern angeln zu gehen. Aber selbst da kam der Einwurf, da brauchen wir erst einen Schein, der uns das Angeln erlaubt. Die Mädchen und Jungen waren ein sehr aufmerksames und wissbegieriges Publikum. Es zeigt sich, schon früh werden Interessen für unsere Natur geweckt. Der Thüringer Landesangelfischereiverband e.V. wird zukünftig weitere interessante Veranstaltungen dieser Art in Kindergärten durchführen.

Den Erziehern und Kindern der KITA AWO in Saalfeld ein herzliches Dankeschön für die Einladung und ein besonders großes Lob an die Kleinen.

Ilona Grüner
1. Vorsitzende
des Vereins Angelfreunde Saalekaskade e.V.

Kinderfest im Naturbad Magdala

5. Juni 2010

Seit Dezember 2009 ist der Thüringer Landesangelfischereiverband e.V. (TLAV) Fischereipächter des Naturbades Magdala. Von Anfang an hat sich zwischen der Stadtverwaltung Magdala, insbesondere mit dem Bürgermeister Herrn Mario Haßkarl und dem Objektleiter Herrn Dieter Friedmann eine konstruktive, vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt.

Der Gewässerverbund des TLAV und viele ehrenamtliche Helfer aus unseren Vereinen haben begonnen, gemeinsam mit der Stadtverwaltung Magdala, das Naturbad wieder chick herzurichten. Unser Engagement und die bereits erzielten Ergebnisse finden bei den Bürgern der Stadt eine sehr große Resonanz. Zunehmend entwickelt sich das Naturbad Magdala wieder zu einem attraktiven Natur- und Erholungsraum für die Bürger.

Auf die freundliche Anfrage vom Bürgermeister Mario Haßkarl, ob unser Verband Interesse hätte, am Kinderfest im Naturbad teilzunehmen, sagten wir spontan zu.

Am 5. Juni 2010 war es dann soweit. Es herrschte ein riesiger Trubel auf der Festwiese des Naturbades. Die freiwillige Feuerwehr war mit einem Einsatzfahrzeug vor Ort und die Kinder konnten sich an einer Wasserspritze austoben. Die Feuerwehrmänner grillten Steaks und Bratwürste und ihre Frauen hatten unzählige Bleche leckeren Kuchen für die Kinder und Besucher gebacken. Die Hüpfburg und die große Luftschlange waren ständig von unzähligen Kindern belagert und sie hatten sichtlich ihren Spaß.

Gemeinsam mit dem Fliegenfischerverein Bad Berka e.V., dem Angelsportverein Taubach - Mellingen e.V. und der Forellenanlage „An der Lotte“, Inhaber Herr Kluss, versuchte der Thüringer Landesangelfischereiverband e.V. den Kindern und Erwachsenen einen erlebnisreichen Tag zu gestalten.

Unser Verband präsentierte sich mit einem interessanten, kindgerechten Infostand. Hier konnten Interessenten alles über das Angeln erfahren und den Kindern wurden die heimischen Fischarten vorgestellt. Unsere Malstraße sowie das Fischquiz für Kinder waren ständig Kingut besucht. Viele Kinder, von denen die meisten zum ersten Mal eine Angelrute in der Hand hielten, versuchten sich beim Zielwerfen auf die Arenbergscheibe. Über die riesige Begeisterung und den Ehrgeiz, besonders bei den Mädchen, waren wir angenehm überrascht. Einige wollten gar nicht wieder aufhören zu werfen und hätten die Angelrute am liebsten mit nach Hause genommen. Natürlich gab es für alle Teilnehmer kleine Preise zu gewinnen. Bunte Luftballons, welcher der Renner waren, bekam jedes Kind als Geschenk. Unser besonderer Dank gilt hier Manuela, Bianka und Klaus Freund sowie Joachim Kloß, welche sich rührig mit den Kindern beschäftigten und versuchten, alle ihre Fragen zu beantworten.

Eine super Idee hatten Michael Müller, Jens Golm, Steffen Beier und Matthias Lünzmann vom Fliegenfischerverein Bad Berka e.V., welche den Kindern mit viel Geduld einfache Wurftechniken mit der Fliegenrute zeigten. Sie platzierten einige Luftballons auf der Wiese und die Kinder mussten versuchen, diese mit der Fliege aus einiger Entfernung zu treffen. Was für ein Spaß, wenn sie nach unzähligen Versuchen einen Luftballon mit der Fliege trafen und dieser laut platzte. Auch hier waren die Kinder kaum wegzubekommen und es überraschte , wie geschickt sich viele beim Werfen mit der Fliegenrute anstellten.

Der Inhaber der Forellenanlage „An der Lotte“, Herr Achim Kluss, war so freundlich und stellte unserem Verband seinen Räucherofen und frische Forelle zur Verfügung. Die Mitglieder des Angelsportvereins Taubach – Mellingen e.V., Vorsitzender Alexander Clebos, Axel Böhme und Jörg Riedich waren wahre Räuchermeister. Den ganzen Tag räucherten sie fleißig unzählige Forellen. Der tolle Duft von geräuchertem Fisch breitete sich auf der gesamten Festwiese aus. Natürlich überreichte unser Verband dem Bürgermeister Herrn Mario Haßkarl, den freundlichen Feuerwehrmännern und ihren Frauen, aber auch unzähligen Gästen kleine Kostproben, welche super ankamen. Einfach lecker, war die einhellige Meinung.

Insgesamt war dieses Kinderfest eine wirklich gelungene Veranstaltung und wir würden uns freuen, wenn sich viele Kinder noch lange darin erinnern und wir einige Mädchen und Jungen später als Jungangler in unseren Vereinen begrüßen können.

Natürlich beteiligen sich die Angler auch 2011 mit vielen neuen Ideen gern wieder am Kinderfest.

Petri Heil
André Pleikies, Geschäftsführer TLAV

Vereinbarung der Saalfelder Feengrotten und Tourismus GmbH
mit dem Thüringer Landesangelfischereiverband e.V. (TLAV)

In den vergangenen Jahren hat sich zwischen beiden Partnern, denken wir an die gemeinsamen Präsentationen auf der Messe Reiten - Jagen - Fischen in Erfurt, eine intensive, konstruktive Zusammenarbeit entwickelt.

Gegen Vorlage des Mitgliedsausweises werden jedem Angler des TLAV und maximal vier weiteren Personen 10% Rabatt auf die einstündige Führung durch das Schaubergwerk gewährt.

Wir wünschen allen Anglern des TLAV, ihren Familienangehörigen und Freunden, einen erlebnisreichen, unvergesslichen Besuch.


Fantastische Welten – Das Erlebnis für die ganze Familie

Die Hauptattraktion der Stadt Saalfeld sind die Feengrotten. Jedes Jahr bestaunen große und kleine Besucher die farbenprächtige Tropfsteinhöhle. Tauchen Sie ein in die ganzjährig geöffnete Erlebniswelt und lassen Sie sich von der Schönheit der Grotten inspirieren. Erleben Sie die einzigartige Atmosphäre des Märchendoms mit seiner Gralsburg und genießen Sie hier ein faszinierendes Licht- und Musikspiel. Bei abendlichen Themenführungen können Sie die Feengrotten auf den Spuren der Bergleute oder bei einem Rundgang mit der Grottenfee erkunden. In den Lädchen des Handwerkerhofes im Feengrottenpark finden Sie eine große Auswahl an Thüringer Spezialitäten. Auch für das leibliche Wohl ist hier bestens gesorgt: im Angebot finden Sie regionale Speisen und Getränke der beliebten Thüringer Küche. Für die jungen Besucher wird täglich 15:00 Uhr die spannende Kinderführung angeboten.

Feenweltchen – Die verzauberte Anderswelt der Feengrotten

Oberhalb der Tausendfarbenwelt Feengrotten kann man sich weiter verzaubern lassen. Erkunden Sie die verschlungenen Pfade des Feenweltchens. Der natürliche Abenteuerfreizeitpark bietet Spaß und Erlebnisse für Jung und Alt. Drei Reiche warten darauf erkundet zu werden. Im Garten der magischen Feenpflanzen erfährt man jede Menge Interessantes über die Heil- und Wunderwirkung vieler Gewächse. Im hellen Hain der Lichtelfen kann man außergewöhnlichen Klängen lauschen, selbst musizieren oder geheimnisvolle Verstecke erkunden. Im dunklen Reich der Waldgeister gibt es knifflige Aufgaben und kleine Abenteuer zu bestehen. Das Ziel der Reise führt zum Feenwipfelschloss mit seiner magischen Zauberrutsche.

„Los geht’s – alle Sinne sind gefordert: Klettern, Fühlen, Ausruhen, Musik machen ... alles ist möglich im Reich der Feen!“

Ihre Saalfelder Feengrotten und Tourismus GmbH
Feengrottenweg 2, 07318 Saalfeld • Telefon 03671 55040
E-Mail info@feengrotten.de
www.feengrotten.de

Fischerfest Leutersdorf

06. September 2009

Am 06. September hatte der Anglerverein Ernstein Leutersdorf e.V. (Mitglied im TLAV) in guter Tradition zu seinem Fischerfest 2009 eingeladen. Dabei war auch eine kleine Abordnung des Nachbarvereins aus Themar.

Mit gerade mal 17 Mitgliedern, nicht der Riese unter den Vereinen, hatten die Leutersdorfer jedoch einiges auf die Beine gestellt.

Natürlich braucht man dazu auch Partner, so Manfred Hommel, der Vereinsvorstand. Angefangen von der kostenlosen Nutzung des Festplatzes der Gemeinde, über die Unterstützung in Sachen Jugendarbeit durch ein Team des TLAV oder das „Anglermuseum“ von Siegfried Panzer aus Erfurt und nicht zuletzt die 1. Thüringer Meerjungfrau Anne Hasenöhrl war dem Verein der Erfolg für sein Fest schon fast garantiert.

Ab 14.00 Uhr fanden sich dann auch die ersten Gäste ein und vor allem die Kinder wurden gleich von Bianca, Manuela und Klaus Freund von den Brühler Anglerfreunden e.V. unter die anglerischen Fittiche genommen. Auf einem kleinen INFO- Stand des TLAV erfuhren sie jede Menge Wissenswertes über die Thüringer Gewässer und ihre Bewohner oder den Werdegang zum Jungangler über die Thüringer Fischerschule. Anschließend konnten die Kids das neu Gelernte gleich in einem kleinen Quiz testen; für die Besten gab’s Preise und Medaillen. Geübt wurde das Zielwerfen auf der Wiese (neudeutsch: Casting), um es danach praktisch im Vereinsteich beim richtigen Angeln anzuwenden.

Ein echt spannendes Programm für die Jüngsten einschließlich packender Drills unter Anleitung der „alten Hasen“. Man sollte meinen, dass die Jugend bei soviel Angelbegeisterung vor den Vereinstüren Schlange steht. Doch gerade mal ein Jugendlicher hat derzeit den Weg in den Verein gefunden. Woran es wohl liegt? Mit jeder Menge Gaudi und Preisen war das Glücksrad ein echter Besuchermagnet.

Fast überall als attraktives Maskottchen der Fischerparty dabei, Anne, die Meerjungfrau von den Saaletalsperren. Reichhaltig und für jeden Geschmack von süß bis deftig war fürs leibliche Wohl der Besucher gesorgt. Vom Anfang bis zum duftenden Endprodukt wurden die Forellen von Vereinschef Manfred Hommel höchst persönlich geräuchert. Insgesamt ein erlebnisreiches und gelungenes Fischerfest mit vielen zufriedenen Gästen.

Am Rande oder mitten drin gab’s natürlich auch die eine oder andere Fachsimpelei unter den Anglern aus Leutersdorf, Themar und Erfurt. Fazit: die Probleme sind überall die Gleichen, also sollten wir sie auch gemeinsam anpacken.

So sind zwar mittlerweile zwischen Wernshausen und den Talsperren Ratscher und Grimmelshausen alle Wanderhindernisse in Werra und Schleuse durchgängig gestaltet oder verschwunden. Andererseits geht’s mit den ursprünglich in dieser Region typischen Fischbeständen weiter bergab. Expandierende Hechtbestände und nach wie vor reichlich Kormorane und Gänsesäger im Winter haben Äschen und Bachforellen fast ausgelöscht. Ebenso sorgt zeitweilig exzessives Wasserwandern für empfindliche Störungen der sensiblen Gewässerlebensräume in und um Leutersdorf.

Die Hege ihrer 5 km Pachtstrecke an der Werra stellt deshalb für den Verein eine verantwortungsvolle und zunehmend komplizierter werdende Aufgabe dar. Dafür wünschen wir den Leutersdorfer Angelfreunden weiterhin viel Erfolg und eine gute Zusammenarbeit.

Petri Heil A. Kirsch

Tag der offenen Tür in Burgkhammer

In den vergangenen Jahren hat sich die Zusammenarbeit zwischen Vattenfall und dem Thüringer Landesangelfischereiverband e.V. (TLAV) weiter positiv entwickelt. Dies zeigte sich auch zum Tag der offenen Tür von Vattenfall in Burgkhammer, an dem sich unser Verband als Pächter der Saalekaskade einer breiten Öffentlichkeit präsentieren durfte.

An unserem attraktiven Stand konnten sich die Besucher über unseren Verband und seine Arbeit beim Aufbau von lukrativen Fischbeständen in den Gewässern der Saalekaskade, aber auch zu allgemeinen Fragen rund ums Angeln, zum Fliegenbinden bis hin zum Gewässer- und Fischartenschutz in Thüringen informieren. Großes Interesse fand bei den Kindern wie Erwachsenen unser Wissensquiz und das Zielwerfen auf die Arenbergscheibe, bei dem es auch Preise zu gewinnen gab.

Unsere Präsentation fand bei den Besuchern großen Anklang und viele waren sichtlich überrascht, was alles zu den vielfältigen Aufgabenbereichen eines Anglerverbandes gehört. Im Ergebnis konnten wir sogar einige neue Mitglieder in unsere ortsansässigen Anglervereine vermitteln.

Ilona Grüner


TLAV und Angelverein Hohenwarte/Kaulsdorf unterstützen gemeinsam das Kinderfest der Gemeinde Hohenwarte

08. August 2009

Am 08.08.2009 fand auf dem idyllisch im Saaletal gegenüber dem Pumpspeicherwerk gelegenen Sport- und Freizeitgelände in Hohenwarte das Kinderfest der Gemeinde Hohenwarte statt. Gemeinsam mit dem Angelverein Hohenwarte-Kaulsdorf e. V. gestaltete der TLAV diesen Nachmittag für die Kids.

Leider fanden am gleichen Tag im Umkreis Schuleinführungen statt, sodass die Teilnehmerzahl überschaubar blieb. Aber trotzdem machten die anwesenden Kinder bei herrlichem Sommerwetter regen Gebrauch von der aufgebauten Castingstrecke, dem angebotenen Wissensquiz sowie einer Einführung in den Angelsport mittels anschaulichen Beispielen und Modellen.

Bei den Disziplinen Gewicht Präzision und Gewicht Ziel zeigten sich die Teilnehmer sehr interessiert und lernfähig. Der Geschäftsführer des TLAV Herr Pleikies ließ es sich nicht nehmen, persönlich die eventuellen „Einsteiger“ anzuleiten, und für den Angelsport zu interessieren. Alles in allem war es für die anwesenden Kinder ein gelungener Nachmittag, der 2010 vielleicht eine Wiederholung findet.

Uwe Benz
2. Vorsitzender
Angelverein Hohenwarte-Kaulsdorf e.V.